{"id":722,"date":"2013-02-03T15:05:17","date_gmt":"2013-02-03T14:05:17","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=722"},"modified":"2013-02-08T18:50:53","modified_gmt":"2013-02-08T17:50:53","slug":"29-ein-ausbildungsaufbau-2001","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/iml2\/das-buch\/entstehungsgeschichte\/29-ein-ausbildungsaufbau-2001\/","title":{"rendered":"29. Ein Ausbildungsaufbau (2001)"},"content":{"rendered":"<p>Jede Ausbildung hat das Ziel, dass das erworbene Wissen ausserhalb der &#8222;Schule&#8220; angewendet werden soll. Ganz besonders direkt von dieser Transferfrage betroffen ist die Berufsausbildung, da hier sehr schnell klar wird, wo und ob ein Transfer in die Berufspraxis stattfindet. Das integrierende Lernmodell und die darin enthalten Lernwege bieten einen guten Hintergrund, auf dem sich eine transferorientierte Berufsbildung gestalten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit besteht darin, die ganze Ausbildung in folgende drei Phasen zu gliedern (<a title=\"Initiates file download\" href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/Texte\/Buch\/Berufsausbildung_mit_drei_Lernphasen_Skript_4.pdf\" target=\"pdf\">ausf\u00fchlicher<\/a>):<\/p>\n<p><strong>Rezepte vermitteln<\/strong>: In einer ersten Phase geht es darum, die Lernenden f\u00fcr typische Situationen handlungsf\u00e4hig zu machen. Vermittelt werden konkrete Handlungsanweisungen und wahrnehmungsleitende Raster (kurz &#8222;Rezepte&#8220;), deren Anwendung bei der Bew\u00e4ltigung von &#8222;normalen&#8220; Situationen hilft. Ziel dieser Phase ist es, die Lernenden dazu zu bef\u00e4higen, dass sie typische Situationen aufgrund einer <em>rezeptgeleiteten Planung<\/em> bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Sie werden so f\u00e4hig, Erfahrungen zu sammeln, die zu einem Grundstock ihres handlungsleitenden Erfahrungswissens werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Sammeln von Erfahrungen<\/strong>: In einer zweiten Phase handeln die Lernenden in realen Situationen und sammeln so konkrete Erfahrungen. Sie werden dabei so unterst\u00fctzt, dass sie die in der ersten Phase aufgebauten Kompetenzen tats\u00e4chlich einsetzen und festigen. Das Ziel dieser Phase ist ein doppeltes: Einerseits bauen die Lernenden so f\u00fcr die Situationen, die sich aufgrund der <em>Rezepte<\/em> bew\u00e4ltigen lassen, einen handlungsleitenden Erfahrungsschatz auf. Sie erwerben f\u00fcr diesen Bereich <em>Kompetenzen<\/em>. Zum zweiten dienen die Erfahrungen aber auch als Grundlage f\u00fcr die Reflexion in der dritten Phase.<\/p>\n<p><strong>Erwerb von Reflexionswissen<\/strong>: In einer dritten Phase werden vorhandene Erfahrungen mit Theorien und Modellen verbunden und in ihrem Rahmen reflektiert. Zu diesem Zweck werden systematisch geordnet Theorien und Modelle eingef\u00fchrt und dann die Reflexion der Erfahrungen anhand dieser Konzepte ge\u00fcbt. Die Lernenden professionalisieren ihr Handeln dadurch, dass sie sich nicht einfach auf einen beliebigen Erfahrungsschatz abst\u00fctzen, sondern im Rahmen professioneller Kriterien bewertete Erfahrungen einsetzen. Zudem legen sie den Grundstock f\u00fcr eine lebenslange Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen.<\/p>\n<p>Das Ausbildungskonzept sieht ein Hin-und-Her zwischen Schule und Praktika vor. Dies f\u00fchrt nat\u00fcrlich sofort zur Frage, wie eine m\u00f6glichst optimale Arbeitsteilung zwischen diesen beiden Institutionen garantiert werden soll. Welches ist die Aufgabe der Lehrenden? Wozu ist schulischer Unterricht gut? Wie kann das Lernen und Erfahrungen sammeln in der Praxis unterst\u00fctzt werden? Eine Sammlung von \u00dcberlegungen dazu kann <a title=\"Initiates file download\" href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/Texte\/Buch\/Berufsausbildung_auf_die_Fuesse_gestellt_Skript_6.pdf\" target=\"pdf\">hier<\/a> heruntergeladen werden.<\/p>\n<p>Eine konsequent transferorientierte Ausbildung bedarf auch anderer Arten von Lernzielen als die traditionellen &#8222;Kenntnisse&#8220; und &#8222;F\u00e4higkeiten&#8220;. Um diesem Bedarf nachzukommen ist das <a title=\"Situierte Kompetenzen\" href=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=40\">Modell der Situierten Kompetenzen<\/a> entstanden.<\/p>\n<p>&lt;&lt;<a title=\"28. Vom Anf\u00e4nger zum Experten (2000)\" href=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=719\">vorher<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <a title=\"30. Wissensmanagement (2001)\" href=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=726\">nachher<\/a>&gt;&gt;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jede Ausbildung hat das Ziel, dass das erworbene Wissen ausserhalb der &#8222;Schule&#8220; angewendet werden soll. 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