{"id":698,"date":"2013-02-03T14:46:11","date_gmt":"2013-02-03T13:46:11","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=698"},"modified":"2013-02-08T18:50:05","modified_gmt":"2013-02-08T17:50:05","slug":"reflektierende-fallstudie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/iml2\/das-buch\/entstehungsgeschichte\/21-reflektierende-fallstudie-1996\/reflektierende-fallstudie\/","title":{"rendered":"Entstehung der Reflektierende Fallstudie"},"content":{"rendered":"<p>Konkreter Anstoss zur Entwicklung der &#8222;Reflektierenden Fallstudie&#8220; war, dass in den neu revidierten Ausbildungsbestimmungen f\u00fcr die Ausbildung in Krankenpflege der Passus stand, dass als ein Teil der Schlusspr\u00fcfung eine &#8222;Fallstudie&#8220; gemacht werden muss. Dies war damit verbindlich vorgeschrieben, niemand wusste aber so recht, was man sich unter einer &#8222;Fallstudie&#8220; denn genau vorstellen sollte. Also gingen wir daran, eine Form von Fallstudie zu entwerfen, die uns eine sinnvolle Pr\u00fcfungsform schien (Kaiser &amp; K\u00fcnzel, 1996b; Kaiser &amp; K\u00fcnzel, 1996a).<\/p>\n<p>Ausgangspunkt waren folgende zwei \u00dcberlegungen: Zum ersten gingen wir davon aus, dass die Schlusspr\u00fcfung einer Berufsausbildung ja pr\u00fcfen soll, ob die entsprechende Person in der Lage ist, den Beruf auszu\u00fcben. Ob dies so ist, erf\u00e4hrt man am ehesten, wenn die gepr\u00fcfte Person an der Pr\u00fcfung etwas machen muss, das auch im Berufsalltag vorkommt. Die Pr\u00fcfung sollte also von Form und Inhalt her einer Situation aus dem Berufsalltag entsprechen. Zum zweiten war klar, dass die &#8222;Fallstudie&#8220; der Teil der Schlusspr\u00fcfung war, der am theorielastigsten war. Die anderen Teile waren klar mehr praktisch ausgerichtet und fanden z.T. direkt am Krankenbett statt. Daraus ergab sich f\u00fcr uns die Aufgabe, der &#8222;Fallstudie&#8220; eine Form zu geben, so dass sie einer m\u00f6glichen Situation aus dem Berufsalltag entsprach, in welcher &#8222;Theorie&#8220; eine grosse Rolle spielt. Von daher schlossen wir einmal aus, dass mit einer &#8222;Fallstudie&#8220; hier eine gr\u00f6ssere akademische Arbeit gemeint war, denn solche spielen im Berufsalltag Pflegender keine Rolle.<\/p>\n<p>Wir schlossen aber auch aus, dass im Rahmen der &#8222;Fallstudie&#8220; aufgrund eines Falls eine Planung gemacht wird. Das ist zwar eine sehr \u00fcbliche Einsatzart von Fallstudien in Ausbildungen. Sie spielen z.\u00a0B. in den Ausbildungsg\u00e4ngen der amerikanischen &#8222;Business Schools&#8220; (insbesondere Harvard) als &#8222;case studies&#8220; eine grosse Rolle (Kaiser, 1983). Wie die Expertenforschung aber zeigt (vgl. Buch Kapitel 21) wird im Berufsalltag selten ein Vorgehen aufgrund von &#8222;Theorie&#8220; geplant. Sinnvoll erschien uns dagegen der Einsatz von &#8222;Theorie&#8220;, nachdem etwas geschehen war, um dieses Ereignis zu reflektieren, die &#8222;Fallstudie&#8220; also als Reflexion von Praxis. Mit Reflexion war gemeint, dass man sich nach getaner Arbeit und einiger Distanz dazu hinsetzt, zusammenstellt und analysiert, was geschehen ist, und dann daraus seine Lehren zieht.<\/p>\n<p><strong>Neuere Texte dazu<\/strong><\/p>\n<p>Kaiser, H. (2002). <strong><a title=\"Initiates file download\" href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/Texte\/ILM\/Fallstudie_Skript_9.pdf\" target=\"page\">Reflektierende Fallstudie<\/a><\/strong> (Skripten der Lehrerweiterbildung No. 9). <em>Olten: Bildungszentrum f\u00fcr Gesundheitsberufe, Kanton Solothurn<\/em>.<\/p>\n<p>Kaiser, H. (2008). <strong>Berufliche Handlungssituationen machen Schule.<\/strong> <em>Winterthur: Edition Swissmem<\/em>.<br \/>\nThema dieses Buches ist, wie man reale berufliche Situationen im Unterricht nutzen kann. Die reflektierende Fallstudie ist dabei nur ein Szenario von insgesamt f\u00fcnf.<\/p>\n<p><strong>Urspr\u00fcngliche Texte<\/strong><\/p>\n<p>Kaiser, F.-J. (1983) <strong>Die Fallstudie: Theorie und Praxis der Fallstudiendidaktik<\/strong>. <em>Bad Heilbrunn \/ Obb.: Klinkhardt<\/em>.<\/p>\n<p>Kaiser, H. &amp; K\u00fcnzel, M. (1996a) <strong>Fallstudien &#8211; ein Instrument um Praxis und Theorie zu entwickeln<\/strong><em>.<\/em> <em>Journal SRK, M\u00e4rz 1996; 42-44.<\/em><\/p>\n<p>Kaiser, H. &amp; K\u00fcnzel, M. (1996b) <strong>Fallstudien als Instrument zur Weiterentwicklung von Theorie und Praxis<\/strong>. <em>Wabern: Abteilung Berufsbildung SRK<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konkreter Anstoss zur Entwicklung der &#8222;Reflektierenden Fallstudie&#8220; war, dass in den neu revidierten Ausbildungsbestimmungen f\u00fcr die Ausbildung in Krankenpflege der Passus stand, dass als ein Teil der Schlusspr\u00fcfung eine &#8222;Fallstudie&#8220; gemacht werden muss. 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