{"id":625,"date":"2013-02-03T13:36:20","date_gmt":"2013-02-03T12:36:20","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=625"},"modified":"2013-02-13T17:08:39","modified_gmt":"2013-02-13T16:08:39","slug":"didaktik-des-bewegungslernens","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/iml2\/das-buch\/zusatzmaterial-zum-iml-buch\/didaktik-des-bewegungslernens\/","title":{"rendered":"Didaktik des Bewegungslernens"},"content":{"rendered":"<p><em>Die folgenden \u00dcberlegungen sind im Zusammenhang einer schulinternen Fortbildung von Instruktorinnen einer Ausbildung in Dentalhygiene entstanden.<\/em><\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: center;\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0px none;\" alt=\"Flussdiagramm der Bewegungssteuerung\" src=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/bilder\/Bewegungssteuerung.gif\" border=\"0\" \/><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">Figur 1: Zusammenwirken von Makro- und Mikrosteuerung<\/p>\n<p>Aus dem IML kann zusammen mit dem in Figur 1 dargestellten Bild der Steuerung von Bewegungen ein eigentliches didaktisches Rezept zum motorischen Lernen abgeleitet werden (vgl. auch Steiner, 1988, Kapitel 12).<\/p>\n<p>Dieses Rezept umfasst drei Schritte<\/p>\n<ul>\n<li>Hineindenken in den Bewegungsablauf<\/li>\n<li>Richten der Aufmerksamkeit<\/li>\n<li>Ein\u00fcben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei den ersten beiden Schritten handelt es sich um Vorbereitungen auf der `deklarativen (und teilweise extensionalen) Wissensebene. Der dritte Schritt befasst sich dann mit der Ausbildung der eigentlichen Mikroregulationen auf der sensomotorischen Ebene.<\/p>\n<h3>1. Hineindenken in den Bewegungsablauf<\/h3>\n<p>Als erstes m\u00fcssen sich die Lernenden eine Vorstellung vom Bewegungsablauf aufbauen und diese Vorstellung soweit im Ged\u00e4chtnis verankern, dass sie beim Ein\u00fcben auch handlungsleitend sein kann.<\/p>\n<h3>1.1 deklarativ<\/h3>\n<p><strong>Instruktion von Teilbewegungen, Regelkreise<\/strong>: Auf der Ebene des `deklarativen Wissens kann mit Hilfe von Diagrammen etc. der Bewegungsablauf in Teilschritte und Regelkreise zerlegt dargestellt werden. Bei dieser Instruktion ist auf dieselben Punkte zu achten, wie bei jeder Instruktion von `deklarativem Wissen.<\/p>\n<p>Und wie immer beim Lernen auf der `deklarativen Ebene ist es nicht damit getan, dass der Inhalt nur instruiert und verstanden wird, sondern er muss auch noch ge\u00fcbt werden. Unter &#8222;\u00dcben&#8220; ist dabei noch nicht das `Ein\u00fcben auf der sensomotorischen Ebene zu verstehen, sondern es geht darum die verstandenen `deklarativen Inhalte (Abfolge von Teilbewegungen, involvierte Regelkreise, etc.) so im Ged\u00e4chtnis zu verankern, dass sie beim `Ein\u00fcben auf der motorischen Ebene dann auch wirksam werden k\u00f6nnen. M\u00f6gliche \u00dcbungstechniken sind:<\/p>\n<p><strong>Darstellen des Bewegungsablaufs mit eigenen Mitteln<\/strong> (`Durcharbeiten): Die Lernenden versuchen, den Bewegungsablauf selbst mittels Skizzen etc. darzustellen. Man kann auch die einzelnen Komponenten des Ablaufs auf K\u00e4rtchen vorbereiten, die dann von den Lernenden als eine Art Puzzle zusammengesetzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Ein\u00fcben von &#8222;Abz\u00e4hlversen&#8220; <\/strong>(\u00dcben): Kleine, rhythmische Abz\u00e4hlverse (wie etwa das schweizerdeutsche Verslein &#8222;inest\u00e4che, umeschlo, durezieh und abelo&#8220; beim Stricken) eignen sich sehr gut, um Bewegungsabl\u00e4ufe zu memorieren und dann w\u00e4hrend dem Ein\u00fcben auf der sensomotorischen Ebene zu begleiten.<\/p>\n<h3>1.2 extensional<\/h3>\n<p><strong>Schildern von Analogien<\/strong>: Auf der Ebene des extensionalen Wissens ist es oft m\u00f6glich, Analogien und Bilder herbeizuziehen, welche die ganze Bewegung oder Teile daraus beschreiben. Eine solche Analogie ist z.B. der &#8222;modifizierte Bleistiftgriff&#8220;. Diese Analogie greift auf fr\u00fchere Erfahrungen der Lernenden zur\u00fcck (Halten eines Bleistifts beim Schreiben), die diese dann als Ausgangspunkt nehmen k\u00f6nnen, um das neue sensomotorische Programm (Halten des Instruments beim Scaling) abzuleiten.<\/p>\n<p>Interessanterweise ist es aber auch m\u00f6glich, Analogien herbeizuziehen, die ausserhalb des Erfahrungsbereichs der Lernenden liegen. Volger (1990) berichtet z.B., dass er mit Erfolg seine Sch\u00fcler bei Squashspielen anweist, sich so hinzustellen &#8222;wie ein kampfbereiter Indianer mit erhobenem Tomahawk&#8220;. Auch lassen sich Analogien aus dem unbelebten Bereich herbeiziehen. Eine m\u00f6gliche Analogie f\u00fcr die Bewegung beim Scaling k\u00f6nnte sein. &#8222;Die Bewegung erfolgt aus der Schulter. Beweg dich wie eine Marionette, bei der eine Schnur am Ellbogen festgemacht ist und diesen auf und ab bewegt.&#8220; Offenbar ist es m\u00f6glich, sich in das Bewegungserleben nicht nur von realen anderen Menschen, sondern auch von nur vorgestellten Figuren bzw. sogar von unbelebten Objekten einzuf\u00fchlen.<\/p>\n<h3>1.3 sensomotorisch<\/h3>\n<p><strong>Klopfen von Rhythmen<\/strong>: Direkt auf der sensomotorischen Ebene kann der Bewegungsablauf, wie schon geschildert, durch das Klopfen der entsprechenden Rhythmen vorbereitet werden. Idealerweise werden solch rhythmische \u00dcbungen mit dem Aufsagen von Abz\u00e4hlversen kombiniert.<\/p>\n<p><strong>Austesten einzelner Bewegungskomponenten<\/strong>: Weiter ist es m\u00f6glich, als Vorbereitung auf der sensomotorischen Ebene einzelne Bewegungskomponenten auszutesten. Um zu illustrieren, was es bedeutet, mit einer Bewegung des ganzen Armes aus der Schulter heraus zu arbeiten, kann man einerseits einmal die gew\u00fcnschte Bewegung \u00fcbertrieben ausf\u00fchren lassen und sie andererseits mit anderen, m\u00f6glich Bewegungen (Anziehen und Strecken der Finger, Bewegung aus dem ganzen Rumpf) vergleichen.<\/p>\n<h3>2. Richten der Aufmerksamkeit<\/h3>\n<p>Als zweites geht es darum, die Aufmerksamkeit der Lernenden auf die zur Bewegungssteuerung relevanten Wahrnehmungsgr\u00f6ssen zu lenken, so dass sie beim Ein\u00fcben gezielt geeignete Regelkreise aufbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>2.1 `deklarativ<\/h3>\n<p><strong>Instruktion von Zielen<\/strong>: Auf der Ebene des `deklarativen Wissens geh\u00f6rt hierher nat\u00fcrlich sicher einmal die Instruktion des Ziels, das mit der Bewegung verfolgt wird (z.B. &#8222;der Zahnstein ist entfernt&#8220;). Doch dies ist in den meisten F\u00e4llen schnell gesagt und auch unproblematisch zu verstehen.<\/p>\n<p><strong>Richten der Aufmerksamkeit<\/strong>: Mehr zu sagen gibt es zu den Wahrnehmungsgr\u00f6ssen, die in den einzelnen Regelkreisen eine Rolle spielen. Diese ergeben sich &#8211; wie gesagt &#8211; oft nicht direkt aus den Zielen der Bewegungen, sondern m\u00fcssen von den Lernenden entdeckt werden (z.B. dass sich der Zahn glatter anf\u00fchlt, nachdem der Zahnstein entfernt ist). Nat\u00fcrlich kann die exakte Wahrnehmungsqualit\u00e4t (wie f\u00fchlt sich &#8222;glatter&#8220; an) nicht \u00fcber die Instruktion vermittelt werden. Was die Instruktion jedoch sehr wohl kann: Die Aufmerksamkeit der Lernenden auf die relevanten Merkmale richten.<\/p>\n<h3>2.2 extensionale<\/h3>\n<p><strong>Schildern von Analogien<\/strong>: Auf der Ebene des extensionalen Wissens k\u00f6nnen die bereits oben besprochenen Analogien auch zur Beschreibung von Wahrnehmungsqualit\u00e4ten herbeigezogen werden. Da sie sich eben auf der extensionalen Wissensebene befinden, beinhalten sie wegen ihrer ganzheitlichen Qualit\u00e4t immer auch Wahrnehmungsaspekte. Wer sich einen &#8222;kampfbereiten Indianer&#8220; lebhaft vorstellt, sp\u00fcrt sogleich einen bestimmten Muskeltonus, und wer versucht, seinen Arm wie eine Marionette zu bewegen, tut dies m\u00f6glichst ohne Eigenanstrengung, wie das ja bei einer Marionette der Fall w\u00e4re.<\/p>\n<h3>2.3 sensomotorisch<\/h3>\n<p><strong>Wahrnehmungs\u00fcbungen<\/strong>: Auf der Ebene des sensomotorischen Wissens selbst k\u00f6nnen zur Vorbereitung Wahrnehmungs\u00fcbungen durchgef\u00fchrt werden. Diese \u00dcbungen k\u00f6nnen mehr oder weniger nahe an der Realsituation sein. Wenn z.B. eine Oberfl\u00e4che mit und eine Oberfl\u00e4che ohne &#8222;Zahnstein&#8220; zu Verf\u00fcgung steht, kann man selbstverst\u00e4ndlich direkt \u00fcben, mit dem Instrument diesen Unterschied wahrzunehmen.<\/p>\n<p>Steht keine solch realit\u00e4tsnahe \u00dcbungsm\u00f6glichkeit zur Verf\u00fcgung, dann ist es trotzdem n\u00fctzlich, \u00dcbungen durchzuf\u00fchren, bei denen die Lernenden erfahren k\u00f6nnen, worauf sie \u00fcberhaupt achten sollen. Um etwa die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass es auf die Rauheit der Oberfl\u00e4che ankommt und wie sich das beim Dr\u00fcberfahren mit dem Instrument bemerkbar macht, l\u00e4sst sich eine kleine \u00dcbungsstation einsetzen, an der verschieden raue Oberfl\u00e4chen zu Verf\u00fcgung stehen, \u00fcber die die Lernenden mit mehr oder weniger Druck dr\u00fcberfahren sollen.<\/p>\n<h3>3. `Ein\u00fcben<\/h3>\n<p>Nach entsprechender Vorbereitung durch eine gute Instruktion sollten die Lernenden nun in der Lage sein, selbstgesteuert (durch ihre Makroregulation) entsprechende Mikroregulationen aufzubauen.<\/p>\n<p><strong>Bei Bedarf zur\u00fcck zur Instruktion<\/strong>: Dabei kann sich nat\u00fcrlich herausstellen, dass dies nicht der Fall ist, weil Teile der Instruktion falsch verstanden wurden oder vergessen gegangen sind (z.B., indem Teile eines Bewegungsablaufs ausgelassen oder vertauscht werden). Solche Probleme k\u00f6nnen nicht durch kurze Bemerkungen w\u00e4hrend des Ein\u00fcbens behoben werden, sondern machen eine erneute Instruktion notwendig.<\/p>\n<p><strong>Bei Bedarf zuerst Teilaspekte `ein\u00fcben<\/strong>: Je nach Bewegung und sensomotorischem Vorwissen der Lernenden kann man die Bewegung direkt in ihrer vollst\u00e4ndigen Form ein\u00fcben lassen oder muss man zuerst Aspekte daraus separat trainieren. Was hier bei den verschiedensten Bewegungen m\u00f6glich und notwendig ist, lehrt die Erfahrung. Allgemeine Regeln lassen sich hier nur schwer angeben.<\/p>\n<p><strong>Rhythmusvorgabe<\/strong>: Grunds\u00e4tzlich sollte bereits in der Instruktion vorbereitet sein, dass zusammengesetzte Bewegungen rhythmisch ablaufen k\u00f6nnen (Zerlegung in Teilbewegungen, Abz\u00e4hlverse, klopfen von Rhythmen, s.o.). Ganz zu Beginn kann es aber f\u00fcr die Lernenden schwierig sein, in diese Rhythmen hineinzufinden, weil sie mit Details der Bewegung besch\u00e4ftigt sind und immer wieder stocken. Hier kann man sie unterst\u00fctzen, indem man den Rhythmus von aussen vorgibt und sie ermuntert, trotz m\u00f6glichen &#8222;Fehlern&#8220; einfach einmal diesem Rhythmus zu folgen (wie z.B. beim Erlernen des Tastaturschreibens mit einem Metronom als Rhythmusgeber). Da aufgrund anatomischer Gegebenheiten etc. jede Person einen leicht anderen, optimalen Rhythmus hat, w\u00e4re es w\u00fcnschbar, dass diese externe Vorgabe entsprechend eingestellt werden kann.<\/p>\n<p><strong>Externe Aufmerksamkeitssteuerung<\/strong>: Ein grosses Problem beim `Ein\u00fcben auch nur m\u00e4ssig komplexer Bewegungen ist, dass die Lernenden auf sehr viele Dinge mehr oder weniger gleichzeitig achten sollten. Das k\u00f6nnen sie nicht. Und es f\u00e4llt ihnen auch schwer, ihre Aufmerksamkeit der Reihe nach von Punkt zu Punkt zirkulieren zu lassen. In diesem Punkt kann man die Lernenden sehr gut unterst\u00fctzen, indem man in regelm\u00e4ssigen Abst\u00e4nden die relevanten Punkte aufz\u00e4hlt (also z.B. beim Scaling &#8222;Finger, Handgelenk, Schulter, Winkel,&#8230;.&#8220;). Dabei sind zwei Dinge wichtig:<\/p>\n<p>Wenn die Instruktion gut war, wissen die Lernenden sehr gut, was sie mit den &#8222;Fingern&#8220;, dem &#8222;Handgelenk&#8220;, etc. tun sollten. Es geht also nicht darum, ihnen das in Erinnerung zu rufen (z.B. &#8222;Handgelenk ruhig halten&#8220; etc.), sondern nur darum, ihre Aufmerksamkeit regelm\u00e4ssig auf alle m\u00f6glichen kritischen Punkte zu richten (&#8222;Handgelenk&#8220; allein gen\u00fcgt vollauf).<\/p>\n<p>Es geht auch nicht darum, die Lernenden darauf aufmerksam zu machen, dass sie etwas falsch machen. Sie m\u00fcssen selbst lernen, das zu erkennen. Und wenn die Instruktion gut war, k\u00f6nnen sie das auch. &#8222;Handgelenk&#8220; wird also nicht nur dann erw\u00e4hnt, wenn dort offensichtlich etwas nicht gut l\u00e4uft, sondern die einzelnen kritischen Punkte sollten in regelm\u00e4ssiger Abfolge immer wieder alle aufgez\u00e4hlt werden. Richtet dann die Lernende kurz ihre Aufmerksamkeit auf das &#8222;Handgelenk&#8220; und merkt, dass dort alles in Ordnung ist, kommt sie so zu einem wichtigen Erfolgserlebnis.<\/p>\n<p><strong>Zus\u00e4tzliches Feedback<\/strong>: N\u00fctzlich ist selbstverst\u00e4ndlich w\u00e4hrend des Lernens jede Art von zus\u00e4tzlichem sensorischem Feedback. Dies ist nicht zu verwechseln mit Feedback der Art &#8222;Falsch!&#8220;, &#8222;Richtig!&#8220;, &#8222;Deine Finger sind zu verkrampft!&#8220;, etc., denn wie schon gesagt, die Lernenden m\u00fcssen selbst entsprechende Kontrollmechanismen aufbauen. Aber beim Aufbau dieser Mechanismen k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche sensorische Informationen, die normalerweise nicht zur Verf\u00fcgung stehen, hilfreich sein.<\/p>\n<p>Am aufwendigsten sind hier nat\u00fcrlich technische Einrichtungen, die in der Realsituation zus\u00e4tzliche Daten zur Verf\u00fcgung stellen. Also etwa eine Curette mit eingebautem Drucksensor, \u00fcber den sich der tats\u00e4chlich ausge\u00fcbte Druck am Bildschirm darstellen l\u00e4sst. Ob sich der entsprechende Aufwand allerdings auszahlt, muss von Fall zu Fall genau abgekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Es lassen sich aber oft schon mit wesentlich weniger Aufwand zus\u00e4tzliche R\u00fcckmeldungen geben. Oft gen\u00fcgt es, die Hand an eine bestimmte Stelle zu legen, um Dinge wahrnehmbar zu machen, die sonst kaum wahrnehmbar sind. Die genaue Position des Schultergelenks z.B. ist nicht direkt wahrnehmbar und oft haben Lernende deshalb auch falsche Vorstellungen dar\u00fcber, wo sich ihre Gelenke befinden. Legt man hingegen einen Finger auf das Gelenk, wird es wahrnehmbar und es wird auch erkennbar, ob die Bewegung aus dem Schultergelenk oder etwa mit dem ganzen Oberk\u00f6rper erfolgt.<\/p>\n<p>Etwas indirekter ist die Aufzeichnung der Bewegungen auf Video und anschliessende Besprechung des Aufgenommenen. Damit die Videoaufzeichnung echt als zus\u00e4tzliches sensorisches Feedback dienen kann, m\u00fcssen drei Bedingungen erf\u00fcllt sein:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Aufzeichnung muss Dinge zeigen, welche die Lernenden so nicht wahrnehmen k\u00f6nnen. Es bringt also in diesem Zusammenhang wenig, z.B. einfach die Haltung des Instruments aufzunehmen, denn diese k\u00f6nnen (und sollen) die Lernenden direkt selbst kontrollieren. Aussagekr\u00e4ftiger w\u00e4re eine Aufnahme der gesamten K\u00f6rperhaltung, da diese nur schlecht bewusst wahrgenommen werden kann.<\/li>\n<li>Die Aufzeichnung sollte kurz sein. Als sensorisches Feedback macht die Videoaufzeichnung nur Sinn, wenn sie sich auf einen Aspekt konzentriert, der dann auch direkt nach dem Betrachten in das weitere Ein\u00fcben einfliesst.<\/li>\n<li>Das Betrachten der Aufzeichnung muss kurz nach der Aufnahme erfolgen, da sonst die Erinnerung an die gezeigte Bewegung verschwunden ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Neben dieser Rolle der Videoaufzeichnungen als sensorisches Feedback kann sie aber auch eingesetzt werden, um der Lernenden zu zeigen, dass sie grunds\u00e4tzliche Fehler macht. Sie ist dann Grundlage daf\u00fcr, die Instruktion neu aufzunehmen. In diesem Fall gelten die drei oben aufgef\u00fchrten Punkte nicht, d.h. es k\u00f6nnen auch l\u00e4ngere Aufzeichnungen, die Dinge zeigen, welche die Lernende selbst sehen k\u00f6nnte, zum Einsatz gelangen.<\/p>\n<h3>4. Literatur<\/h3>\n<ul>\n<li>Steiner, G. (1988). <strong>Lernen; 20 Szenarien aus dem Alltag<\/strong>.<em> Bern, Hans Huber.<\/em><\/li>\n<li>Volger, B. (1990). <strong>Lehren von Bewegungen<\/strong>. In: <em>Czwalina, C.: Sportwissenschaft und Sportpraxis. Ahrensburg bei Hamburg, Czwalian. 77: 79-105.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die folgenden \u00dcberlegungen sind im Zusammenhang einer schulinternen Fortbildung von Instruktorinnen einer Ausbildung in Dentalhygiene entstanden. Figur 1: Zusammenwirken von Makro- und Mikrosteuerung Aus dem IML kann zusammen mit dem in Figur 1 dargestellten Bild der Steuerung von Bewegungen ein &hellip; <a href=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/iml2\/das-buch\/zusatzmaterial-zum-iml-buch\/didaktik-des-bewegungslernens\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"parent":598,"menu_order":8,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"sidebar-page.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-625","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=625"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/625\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/598"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}