{"id":612,"date":"2013-02-03T13:16:58","date_gmt":"2013-02-03T12:16:58","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=612"},"modified":"2013-02-08T18:53:27","modified_gmt":"2013-02-08T17:53:27","slug":"formal-learning-theory","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/iml2\/das-buch\/zusatzmaterial-zum-iml-buch\/formal-learning-theory\/","title":{"rendered":"Formal Learning Theory"},"content":{"rendered":"<p>Formal Learning Theory (FLT) besch\u00e4ftigt sich aus einer mathematisch\/logischen Perspektive mit der Frage, wie aus Beispielen allgemeine Gesetzm\u00e4ssigkeiten induziert werden k\u00f6nnen. Ich habe dieses Gebiet im Laufe der Jahre nur ein paar Mal gestreift, mich aber nie intensiv damit befasst und seit l\u00e4ngerer Zeit auch Nichts mehr dazu gelesen. Entsprechend ist es mir auch nicht m\u00f6glich, eine umfassende Darstellung dieses Gebietes zu geben. Hier darum nur ein paar Hinweise, die vielleicht als Einstieg f\u00fcr eine intensivere Auseinandersetzung dienen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Begr\u00fcnder der kann vielleicht Gold gelten (Gold, 1967). Gold interessierte sich f\u00fcr die Erlernbarkeit formaler Grammatiken aus Beispielen. Er leitete einige Resultate \u00fcber Typen von Grammatiken ab, die anhand von Beispiels\u00e4tzen (oder auch Nichts\u00e4tzen als Gegenbeispielen) mehr oder weniger einfach abgeleitet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Daraus entwickelte sich ein Forschungsgebiet, das Osherson, Stob und Weinstein (1986) als &#8222;General Learning Theory&#8220; bezeichneten (Osherson, et al., 1982). Bei vielen dieser Resultate ist allerdings schwer abzusch\u00e4tzen, wie n\u00fctzlich sie f\u00fcr eine psychologische Betrachtung des Lernens sind, unter anderem, da ihr Lernkriterium (perfekte Identifikation der korrekten Grammatik) ein f\u00fcr psychologische Verh\u00e4ltnis unrealistisches Ziel ist.<\/p>\n<p>Valiant (Valiant, 1984) versuchte deshalb mit probabilistischen Kriterien zu arbeiten. Er und seine Mitarbeiter versuchten herauszufinden, welche Konzepte innerhalb einer realistischen Zeitspanne mit einer vorgegeben Pr\u00e4zision allein aus Beispielen erlernbar sind (Haussler, 1987, 1988, Kearns, et al., 1987). Ihre Resultate zeigten ganz klar, dass es Grenzen daf\u00fcr gibt, was sich &#8222;aus Beispielen&#8220; lernen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Unterdessen scheint sich das Gebiet unter verschiedenen Namen weiterentwickelt zu haben:<\/p>\n<ul>\n<li>Hendricks und Pedersen sprechen von &#8222;Formal Learning Theory&#8220; und geben auf ihrer Website einen kurzen Abriss der geschichtlichen Entwicklung: <a href=\"http:\/\/www.mot.ruc.dk\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.mot.ruc.dk\/<\/a><\/li>\n<li>Unter Informatikern offenbar eher die Bezeichnung &#8222;Computational Learning Theory&#8220; \u00fcblich: <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Computational_learning_theory\" target=\"_blank\">http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Computational_learning_theory<\/a><\/li>\n<li>Und Osherson spricht neuerdings ganz generell von &#8222;induktiver Logik&#8220; <a href=\"http:\/\/www.princeton.edu\/%7Eosherson\/IL\/ILpage.htm\" target=\"_blank\">http:\/\/www.princeton.edu\/~osherson\/IL\/ILpage.htm<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<h3>Literatur<\/h3>\n<ul>\n<li>Gold, E. M. (1967). <strong>Language identification in the limit<\/strong>. <em>Information and Control 10: 447-474. <\/em><\/li>\n<li>Haussler, D. (1987). <strong>Bias, Version Spaces and Valiant&#8217;s Learning Framework<\/strong>. In: <em>Langley, P.: Proc. of the 4 Int. Workshop on Machine Learning. Los Altos, Morgan Kaufmann. <\/em><\/li>\n<li>Haussler, D. (1988). <strong>Quantifying inductive bias: AI learning algorithms and Valiant&#8217;s learning framework<\/strong>. <em>Artificial Intelligence 36: 177-221. <\/em><\/li>\n<li>Kearns, M., Li, M., Pitt, L. &amp; Valiant, L. G. (1987). <strong>Recent Results on Boolean comcept learning<\/strong>. In: <em>Langley, P.: Proceedings of the furth International Workshop on Machine Learning. Los Altos, CA, Morgan Kaufmann: 337-352. <\/em><\/li>\n<li>Osherson, D. N., Stob, M. &amp; Weinstein, S. (1982). <strong>Ideal learning machines<\/strong>. <em>Cognitive Science 6: 277-290. <\/em><\/li>\n<li>Valiant, L. G. (1984). <strong>A theory of the learnable.<\/strong> <em>Communications of the ACM 27: 1134-1142.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Formal Learning Theory (FLT) besch\u00e4ftigt sich aus einer mathematisch\/logischen Perspektive mit der Frage, wie aus Beispielen allgemeine Gesetzm\u00e4ssigkeiten induziert werden k\u00f6nnen. 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