{"id":557,"date":"2013-02-03T11:17:20","date_gmt":"2013-02-03T10:17:20","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=557"},"modified":"2013-02-14T09:16:51","modified_gmt":"2013-02-14T08:16:51","slug":"das-iml-in-der-version-von-beat-keller","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/iml2\/verwandte-modelle\/das-iml-in-der-version-von-beat-keller\/","title":{"rendered":"Das IML in der Version von Beat Keller"},"content":{"rendered":"<div>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/bilder\/zusatz_buch\/Modell_Beat_Keller_gross.gif\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0px none;\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/bilder\/zusatz_buch\/Modell_Beat_Keller.gif\" width=\"484\" height=\"442\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<\/div>\n<p><em>Quelle: Pers\u00f6nliche Mitteilung (2012). Die Graphik l\u00e4sst sich durch Anklicken vergr\u00f6ssern.<\/em><\/p>\n<p>Das Modell von Beat Keller ist eine alternative Darstellung zum IML2, die einige Punkte etwas anders gewichtet.<\/p>\n<p>Die meisten Unterschiede in der Darstellung ergeben sich daraus, dass:<\/p>\n<ul>\n<li>Beat Keller das Modell eher im Zusammenhang mit der Frage &#8222;Was geschieht, wenn Lernende miteinander, mit den Lehrenden, mit B\u00fcchern und Texten etc. kommunizieren?&#8220; einsetzt, wogegen meine Frage eher ist &#8222;Was geschieht, wenn die Lernenden handeln eine Situation bew\u00e4ltigen?&#8220;<\/li>\n<li>Beat Keller den Handlungsentwurf in einem der Systeme &#8211; dem situativen System &#8211; entstehen l\u00e4sst, wogegen ich mir da eher ein weiteres, nicht dargestelltes System als eine Art Arbeitsspeicher vorstelle, in dem Inputs aus allen vier Wissenssystemen zusammenfliessen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die wesentlichen darstellungsm\u00e4ssigen Unterschiede sind:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Externes System:<\/strong> Bei Beat Keller ist die Umwelt explizit als weiteres System enthalten. Das erlaubt unter anderem die Nutzung der Umwelt als externes Ged\u00e4chtnis sowie die kommunikative Koppelung zweier Personen \u00fcber das externe System darzustellen &#8211; beides interessante Aspekte, welche in meiner Darstellung zu kurz kommen.<\/li>\n<li><strong>Zusammenlegung von prozeduralem und sensomotorischem System:<\/strong> Die beiden bei mir getrennten Systeme werden in einem System (prozedurales System) zusammengefasst. Dadurch wird die Darstellung etwas kompakter, allerdings geht tendenziell verloren, dass die prozedurale und die sensomotorische Steuerung nach anderen Mechanismen erfolgt.<\/li>\n<li><strong>Zusammenlegung von Lernen und Handeln:<\/strong> Dadurch, dass alles in ein Bild gepackt ist, l\u00e4sst sich tendenziell besser darstellen und verstehen, dass und wie Lernen in Handeln und Kommunizieren eingebettet ist. V.a. ein\u00fcben illustriert besser, dass prozedurales und sensomotorisches Wissen nat\u00fcrlich in Interaktion mit der Umwelt entsteht und verfeinert wird, als dies in meiner Darstellung der Fall ist. Allerdings geht bei Beat Kellers Darstellung verloren, welche Funktionen dabei von den anderen Wissensarten \u00fcbernommen werden &#8211; genauso wie seine Darstellung keinen expliziten Lernbaustein &#8222;Situieren&#8220; kennt, der bei ihm implizit in der Schlaufe Handeln-Erleben enthalten ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Soweit die Lernbausteine nicht sowieso gleich benannt sind, bestehen verschiedene Korrespondenzen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Mitteilen und Aus\u00fcben:<\/strong> Bei mir implizit Aspekte des Handels. Hier werden sie darstellungsm\u00e4ssig auseinander genommen, Beat Keller betont aber, wenn er Handeln beschreibt, dass dies auch (immer!?) Mitteilen und Aus\u00fcben beinhaltet.<\/li>\n<li><strong>Erleben:<\/strong> Beim mir impliziter Teil des Sammelns das hier einer Variante der Schlaufe Handeln-Erleben entspricht.<\/li>\n<li><strong>Denken: <\/strong>Fasst hier zusammen, was bei mir getrennt als Durcharbeiten (beim Lernen) und Entwerfen\/Planen (beim Handeln) vorkommt.<\/li>\n<li><strong>Kombinieren:<\/strong> Fasst Optimieren und Kalibrieren zusammen.<\/li>\n<li><strong>Mental Ein\u00fcben:<\/strong> Ist bei mir eine spezielle Form des Ein\u00fcben. Meist geschieht Ein\u00fcben dadurch, dass geleitet durch deklarative und situative Vorstellungen reale eine Bewegung ge\u00fcbt wird (hier Aus\u00fcben\/Ein\u00fcben). Beim mentalen Training (= mentales Ein\u00fcben) wird das Aus\u00fcben hingen nur vorgestellt.<\/li>\n<li><strong>Vorstellen:<\/strong> Einerseits findet sich Vorstellen in meiner Darstellung als Bestandteil von zwei anderen Bausteinen: Nacherleben und Simulieren. Beim Nacherleben wird das, was in einer erz\u00e4hlten Geschichte geschieht, so intensiv vorgestellt, dass situatives Wissen \u00e4hnlich einer selbst erlebten Erfahrung entsteht. Beim Simulieren wird versucht, sich mit Hilfe situativer Versatzst\u00fccke vorzustellen, wie man sich f\u00fchlen\/reagieren w\u00fcrde, wenn etwas bestimmtes (geplantes) geschehen w\u00fcrde. Dar\u00fcber hinaus verbergen sich dahinter aber &#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Echte theoretische Differenzen:<\/p>\n<ul>\n<li>Da Beat Keller davon ausgeht, dass der Handlungsentwurf im situativen System entsteht, muss Wissen aus den anderen Systemen in dieses einfliessen k\u00f6nnen. Vom deklarativen System her geschieht das \u00fcber <strong>Vorstellen<\/strong>. Beispielsweise wird bei ihm ein im deklarativen System entworfener Plan zum Handlungsentwurf, in dem der Plan in eine Vorstellung der Ausf\u00fchrung des Plans umgesetzt wird. Das wirft die Frage auf, ob denn dann diese Vorstellung denselben Status hat, wie eine Erinnerung auf Grund eines Erlebnisses. Da eine der Hauptbotschaften, die ich mit dem IML verbinde die ist, dass blosses Vorstellen, man w\u00fcrde Handeln, niemals echte Erfahrungen, niemals situatives Wissen generieren kann, w\u00fcrde ich sie verneinen. Ich bevorzuge deshalb das Bild, dass der Handlungsentwurf anderswo (irgendwo in einem Arbeitsged\u00e4chtnis) entsteht. Selbstverst\u00e4ndlich wird das ganze Planen und Handeln dabei auch <strong>erlebt <\/strong>und produziert auf diesem Weg neues situatives Wissen.<\/li>\n<li><strong>Mental Aus\u00fcben:<\/strong> Dieser Baustein hat dieselbe Funktion wie das Vorstellen, aber f\u00fcr den \u00dcbergang vom prozeduralen System zum situativen System. Und aus denselben Gr\u00fcnden wie oben bevorzuge ich auch hier einen indirekteren Weg, dass n\u00e4mlich das prozedurale System nur dadurch situatives Wissen generieren kann, indem prozedural\/sensomotorische Wissen ausge\u00fcbt wird, was dann nat\u00fcrlich wieder erlebt werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Pers\u00f6nliche Mitteilung (2012). Die Graphik l\u00e4sst sich durch Anklicken vergr\u00f6ssern. Das Modell von Beat Keller ist eine alternative Darstellung zum IML2, die einige Punkte etwas anders gewichtet. 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