{"id":519,"date":"2013-02-03T10:28:42","date_gmt":"2013-02-03T09:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=519"},"modified":"2013-02-13T16:52:07","modified_gmt":"2013-02-13T15:52:07","slug":"neue-verfahren-einuben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/iml2\/wissen-aufbauen\/lernwege\/neue-verfahren-einuben\/","title":{"rendered":"Neue Verfahren ein\u00fcben"},"content":{"rendered":"<h3>Cognitive Apprenticeship als\u00a0Grundidee<\/h3>\n<p>Beim Erlernen manueller Fertigkeiten gibt es die traditionelle Vorgehensweise des \u201eVormachen und Nachmachen Lassen\u201c. Cognitive Apprenticeship versucht diese Instruktionstechnik f\u00fcr kognitive Fertigkeiten wie Berechnen, Planen, Reflektieren, Auswerten etc. nutzbar zu machen.<\/p>\n<p>Das Verfahren f\u00fchrt \u00fcber folgende Schritte:<\/p>\n<ol>\n<li>Modellieren (Modelling): Die Lehrperson demonstriert das Vorgehen.<\/li>\n<li>Coachen (Coaching): Die Lernenden \u00fcben, die Lehrperson unterst\u00fctzt.<\/li>\n<li>Artikulieren (Articulation): Die Lernenden fassen ihr Vorgehen in Worte.<\/li>\n<li>Reflektieren (Reflection): Das erlernte Vorgehen wird kritisch reflektiert.<\/li>\n<li>Explorieren (Exploration): Das gelernte Vorgehen wird auf andere Anwendungskontexte \u00fcbertragen.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Cognitive Apprenticeship plus<\/h3>\n<p>Setzt man Cognitive Apprenticeship in Reinform ein, so wird das neue Verfahren direkt ohne grosse Einleitung instruiert.\u00a0Dadurch fehlt\u00a0den Lernenden\u00a0der Hintergrund, auf dem sie das Modell verstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sinnvoller ist es deshalb, bei der Vermittlung von Verfahren einen gr\u00f6sseren Bogen zu spannen und beim Vorwissen und den Erfahrungen der Lernenden anzusetzen. Dabei geht es darum, f\u00fcr die Lernenden das neue Verfahren als L\u00f6sung f\u00fcr jene Probleme erlebbar zu machen, welche sie mit ihrem bisherigen Wissen nicht bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p>0.\u00a0Ankn\u00fcpfen an das Vorwissen der Lernenden<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Aufgaben l\u00f6sen lassen:<\/strong> Die Lernenden erhalten gleich zu Beginn den Auftrag, Aufgaben der Art zu bearbeiten, f\u00fcr die man ihnen ein L\u00f6sungsverfahren beibringen m\u00f6chte.<\/li>\n<li><strong>L\u00f6sungen und Strategien vergleichen:<\/strong> Die Lernenden stellen ihre L\u00f6sungen und ihr Vorgehen auf dem Weg dorthin vor.<\/li>\n<li><strong>Offene Fragen herausarbeiten:<\/strong> Anschliessend werden die Schwierigkeiten zusammengestellt, mit denen die Vorgehensweisen der Lernenden nicht fertig werden und die durch den zu erlernenden Ansatz \u00fcberwunden werden sollen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Mehrmals hin und her zwischen Erfahrung und Instruktion<\/h3>\n<p>In dem hier skizzierten Ablauf findet ein enges Zusammenspiel zwischen den Erfahrungen der Lernenden und der Instruktion durch die Lehrperson statt. Der Lernprozess beginnt bei den singul\u00e4ren Vor-Erfahrungen der Lernenden. Diesen wird als Instruktion das regul\u00e4re Modell bzw. Verfahren gegen\u00fcbergestellt. Beim Versuch, dieses Modell umzusetzen, machen die Lernenden Erfahrungen mit allerlei Anwendungsschwierigkeiten. Die Instruktion in Form des Coaching unterst\u00fctzt sie dabei, diese zu \u00fcberwinden. Mit der Zeit stellen sich positive Erfahrungen in Form gelungener Anwendungen ein, welche dann reflektiert werden und so schliesslich zu einem reflektierten Erfahrungswissen f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Die Graphik l\u00e4sst sich durch Anklicken vergr\u00f6ssern<\/em>.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/bilder\/IML2\/Instruktion_Erfahrung.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0px none;\" alt=\"\" src=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/bilder\/IML2\/Instruktion_Erfahrung_klein.jpg\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<\/div>\n<h3><strong>Texte als pdf (noch in der Begrifflichkeit des IML 1)<\/strong><\/h3>\n<ul>\n<li>&#8222;Neue Verfahren ein\u00fcben&#8220; etwas <a title=\"Initiates file download\" href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/Texte\/ILM\/Kognitive_Anlehre.pdf\" target=\"page\">ausf\u00fchrlicher<\/a><\/li>\n<li><a title=\"Initiates file download\" href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/Texte\/ILM\/Auf_Alltagswissen_Aufbauen.pdf\" target=\"page\">Auf Alltagswissen aufbauen<\/a>: Lernende bringen immer schon (situatives) Vorwissen mit. Dies sollte man nicht ignorieren, sondern darauf aufbauen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cognitive Apprenticeship als\u00a0Grundidee Beim Erlernen manueller Fertigkeiten gibt es die traditionelle Vorgehensweise des \u201eVormachen und Nachmachen Lassen\u201c. Cognitive Apprenticeship versucht diese Instruktionstechnik f\u00fcr kognitive Fertigkeiten wie Berechnen, Planen, Reflektieren, Auswerten etc. nutzbar zu machen. 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