{"id":459,"date":"2013-02-02T21:17:02","date_gmt":"2013-02-02T20:17:02","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=459"},"modified":"2018-10-05T12:11:14","modified_gmt":"2018-10-05T11:11:14","slug":"prozedurales-system","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/iml2\/wissenssysteme\/prozedurales-system\/","title":{"rendered":"Prozedurales System"},"content":{"rendered":"<p><strong>Inhalte:<\/strong> Das prozedurale System steuert routinierte Abl\u00e4ufe, wie beispielsweise beim fl\u00fcssig beherrschten schriftlichen Addieren. Wissen dieser Art besteht aus einer Vielzahl von Wenn-Dann-Regeln der Form: Wenn ein bestimmter Zustand gegeben ist, dann ist dies der n\u00e4chste Schritt im aktuellen Routineablauf. Diese Regeln sind nicht direkt bewusst zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p><strong>Ged\u00e4chtnisorganisation:<\/strong> Die Wenn-Bedingungen der Regeln sind so untereinander vernetzt, dass ausgehend vom aktuellen Zustand alle Regeln gefunden werden k\u00f6nnen, deren Bedingungen momentan erf\u00fcllt sind.<\/p>\n<p><strong>Funktionsweise:<\/strong> Probleml\u00f6sen auf dieser Ebene kann man sich als einen zyklischen Ablauf vorstellen:<\/p>\n<ol>\n<li>Die aktuelle Situation wird darauf hin \u00fcberpr\u00fcft, bei welchen Regeln die Bedingungen des Wenn-Teils erf\u00fcllt sind.<\/li>\n<li>Sind eine oder mehrere Regeln anwendbar, wird eine davon f\u00fcr die Anwendung ausgew\u00e4hlt.<\/li>\n<li>Der Dann-Teil dieser Regel wird ausgef\u00fchrt.<\/li>\n<li>Dadurch wird die Situation ver\u00e4ndert und der Zyklus beginnt von vorne.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Beispiel unten sind vier Regeln zusammengestellt, mit denen sich routiniert Aufgaben bearbeiten lassen, bei denen der <em>Satz des Pythagoras<\/em> eine Rolle spielt. Im <em>Beispiel 1<\/em> wird eine Aufgabe durchgerechnet, bei der a und b bekannt sind; in <em>Beispiel 2<\/em> sind b und c bekannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Die Graphik l\u00e4sst sich durch Anklicken vergr\u00f6ssern.<\/em><\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/bilder\/IML2\/Prozedurale_Struktur.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0px none;\" src=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/bilder\/IML2\/Prozedurale_Struktur_klein.gif\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>Die durch die Anwendung einzelner Regeln hervorgerufenen Ver\u00e4nderungen k\u00f6nnen von aussen unsichtbar bleiben &#8211; beispielsweise im Ged\u00e4chtnis festgehaltene Zwischenresultate. Oft sind sie aber auch f\u00fcr Beobachter sichtbar, wie etwa schriftlich festgehaltene Zwischenresultate, beim Z\u00e4hlen ausgestreckte Finger\u00a0oder andere Ver\u00e4nderungen in der \u00e4usseren Umwelt.<\/p>\n<p><strong>Lernprozesse:<\/strong> Die Wenn-Dann-Regeln des prozeduralen Systems entstehen, wenn man dieselbe Aufgabe (bspw. schriftliches Addieren) immer wieder ausf\u00fchrt. Hier gilt w\u00f6rtlich \u201e\u00dcbung machten den Meister\u201c. Es sind hunderte von Wiederholungen derselben Aufgabe n\u00f6tig, bis die entsprechende Routine entsteht. Da dieser Prozess sehr langwierig und aufwendig ist, lohnt es sich, sich gut zu \u00fcberlegen, ob man solche Routinen nicht besser in ein technisches System (bspw. Taschenrechner) auslagert und so Zeit gewinnt, die sonst durch den Aufbau dieser Routinen blockiert w\u00e4re.<\/p>\n<p>Vorhandene Wenn-Dann-Regeln k\u00f6nnen sich bei regem Gebrauch weiterentwickeln, indem bspw. zwei Regeln, welche h\u00e4ufig in der gleichen Reihenfolge gebraucht werden, zu einer Regel mit mehreren Ausf\u00fchrungsschritten verschmelzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalte: Das prozedurale System steuert routinierte Abl\u00e4ufe, wie beispielsweise beim fl\u00fcssig beherrschten schriftlichen Addieren. 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