{"id":449,"date":"2013-02-02T21:11:22","date_gmt":"2013-02-02T20:11:22","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=449"},"modified":"2018-10-05T12:08:10","modified_gmt":"2018-10-05T11:08:10","slug":"deklaratives-system","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/iml2\/wissenssysteme\/deklaratives-system\/","title":{"rendered":"Deklaratives System"},"content":{"rendered":"<p><strong>Inhalte:<\/strong> Dies ist das\u00a0System der begrifflichen Vorstellungen \u00fcber die Dinge der Welt und die Beziehungen zwischen ihnen. Wissen dieser Form besteht aus Konzepten, Theorien, Modellen und\u00a0Daten aber auch Rezepten und Regeln, die zueinander in vielerlei Beziehungen stehen. Diese Wissensst\u00fccke sind bewusst zug\u00e4nglich und sind sprachlich, graphisch oder sonst irgendwie symbolisch darstellbar.<\/p>\n<p><strong>Ged\u00e4chtnisorganisation:<\/strong> Die einzelnen deklarativen Wissensst\u00fccke sind in einem Netzwerk organisiert, in dem jeder Knoten f\u00fcr ein solches Wissensst\u00fcck steht. In der Graphik unten w\u00e4ren dies etwa der <em>Satz des Pythagoras<\/em> und verschiedene Konzepte, welche in diesem Zusammenhang von Bedeutung sind. Die Verbindungen zwischen diesen Knoten enthalten Informationen dar\u00fcber, wie die einzelnen Knoten zueinander in Beziehung stehen. In der Graphik ist beispielsweise ablesbar, dass ein <em>rechtwinkliges Dreieck<\/em> ein Spezialfall eines <em>Dreiecks<\/em> ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Die Graphik l\u00e4sst sich durch Anklicken vergr\u00f6ssern.<\/em><\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/bilder\/IML2\/Deklarative_Struktur.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" style=\"border: 0px none;\" src=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/typo\/fileadmin\/bilder\/IML2\/Deklarative_Struktur_klein.gif\" alt=\"\" width=\"484\" height=\"284\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n<\/div>\n<p>Von einem Knoten ausgehend kann man andere Wissensst\u00fccke ins Bewusstsein holen, indem man den Verbindungen im Netz folgt.<\/p>\n<p>Diese verschiedenen Wissensst\u00fccke befinden sich nicht notwendigerweise alle &#8222;im Kopf&#8220; der Person, sondern k\u00f6nnen auch ausserhalb als Notizen, in B\u00fcchern, im Internet etc. gelagert sein. Auch solche Wissenst\u00fccke sind \u00fcber entsprechende Verbindungen angebunden &#8211; etwa ein Verweis &#8222;im Kopf&#8220; auf das Buch,\u00a0in welchem\u00a0man die Pythagoras-Formel nachlesen kann. Solche Wissensst\u00fccke sind aber nur insofern Teil des\u00a0deklarativen Systems der Person, als sie diese direkt nutzen kann und sie nicht zu erst (wieder) verstehen muss.<\/p>\n<p><strong>Funktionsweise:<\/strong> Wird das deklarative System verwendet, um eine Aufgabe zu l\u00f6sen, dann wird diese Aufgabe\u00a0typischerweise\u00a0in\u00a0<em>Ausgangssituation<\/em> und <em>Ziel<\/em> zerlegt. Als erstes\u00a0wird die Ausgangssituation analysieren, d.h. begrifflich als <em>Istzustand<\/em> beschreiben. In einer vergleichbaren Art wird das Ziel als <em>Sollzustand<\/em> dargestellt. Dann <em>plant<\/em> man\u00a0unter Anwendung von Regeln und Konzepten ein Schritt-f\u00fcr-Schritt Vorgehen, das dazu bef\u00e4higen sollte, den Istzustand in den Sollzustand \u00fcberzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Dieser Prozess l\u00e4uft immer sehr bewusst ab, ist meist anstrengend und oft fehleranf\u00e4llig. Sein Vorteil besteht darin, dass die gefundene L\u00f6sung sich anhand der eingesetzten Regeln und\u00a0Konzepten begr\u00fcnden l\u00e4sst. Er wird manchmal als &#8222;rationale Planung&#8220; bezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Lernprozesse:<\/strong> Der Aufbau von neuem deklarativem Wissen ist anstrengend und verlangt bewusste Konzentration. Die Menge, welche pro Zeiteinheit gebildet werden kann, ist sehr klein. Neues deklaratives Wissen gelangt typischerweise \u00fcber eine Instruktion ins System, d.h. dadurch, dass man einer Erkl\u00e4rung zuh\u00f6rt oder diese irgendwo nachliest. Solche Instruktionen wirken immer als Anleitung, bereits vorhandene Wissensst\u00fccke auf eine bestimmte Art und Weise zueinander in Verbindung zu bringen, sind also immer darauf angewiesen, dass die entsprechenden Wissenst\u00fccke als Vorwissen existieren.<\/p>\n<p>Prinzipiell kann neues deklaratives Wissen auch durch interne Denkprozesse entstehen, indem bspw. abstrakte Regeln ausgehend von Erinnerungen im <em>situativ-episodischen System<\/em> gebildet werden. Dies d\u00fcrft allerdings nur selten geschehen, da es sich dabei um einen der aller anspruchsvollsten Lernprozesse handelt, welcher typischerweise eher Jahrhunderte denn Stunden ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Vorhandenes deklaratives Wissen kann ver\u00e4ndert werden, indem man neue Verbindungen zwischen einzelnen Wissenst\u00fccken schafft und bestehende aufl\u00f6st.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalte: Dies ist das\u00a0System der begrifflichen Vorstellungen \u00fcber die Dinge der Welt und die Beziehungen zwischen ihnen. Wissen dieser Form besteht aus Konzepten, Theorien, Modellen und\u00a0Daten aber auch Rezepten und Regeln, die zueinander in vielerlei Beziehungen stehen. 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