{"id":3945,"date":"2018-08-28T09:39:44","date_gmt":"2018-08-28T08:39:44","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=3945"},"modified":"2018-08-28T09:52:23","modified_gmt":"2018-08-28T08:52:23","slug":"technologiewandel-als-didaktische-herausforderung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/lehrerbildung\/technologiewandel-als-didaktische-herausforderung\/","title":{"rendered":"Der beschleunigte Technologiewandel als didaktische Herausforderung in der Berufsbildung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/Lehrerbildung\/Technologiewandel_als_didaktische_Herausforderung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">pdf \u00a0<\/a>Hansruedi Kaiser, Martin Vonlanthen, Andr\u00e9 Zbinden; EHB<\/p>\n<p><em>Sowohl die Arbeitswelt wie auch das private Umfeld der Lernenden in der Berufsbildung werden durch eine zunehmende Digitalisierung gepr\u00e4gt und ver\u00e4ndert. Dies stellt alle Lehrpersonen in der Berufsbildung vor neue Herausforderungen. Die folgenden \u00dcberlegungen widmen sich der Frage, wie diese Herausforderungen im Unterricht konstruktiv und produktiv aufgenommen werden k\u00f6nnen. Ausgangspunkt der \u00dcberlegungen ist <\/em><em>die Situation der Lehrpersonen im berufskundlichen Unterricht der beruflichen Grundbildung. Damit kontrastiert werden dann der allgemeinbildenden Unterricht und die h\u00f6here Berufsbildung. Explizit nicht eingegangen wird auf die Frage, welche didaktischen Konsequenzen sich aus der Nutzung digitaler Technologien im Unterricht ergeben.<\/em><\/p>\n<h1><a name=\"_Toc508793934\"><\/a>1 \u00a0\u00a0 Berufskundlicher Unterricht in der beruflichen Grundbildung<\/h1>\n<h2>1.1 Der Wissensvorsprung der Lehrpersonen schmilzt<\/h2>\n<p>Die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt sind vielf\u00e4ltig. Sie reichen von neuen elektronischen Werkzeugen bis hin zu neunen Gesch\u00e4ftsmodellen. Je nach Beruf ergeben sich daraus neue Inhalt, die unbedingt im Unterricht ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. Die Frage ist, auf welchem Weg diese Inhalte dort zum Thema werden.<\/p>\n<p>\u201eTraditionell\u201c gelangen neue Inhalte \u00fcber die Aktualisierung der Bildungspl\u00e4ne in die Berufsfachschulen. In der Folge entstehen neue oder ver\u00e4nderte Lehrmittel. F\u00fcr diese werden wiederum die Lehrpersonen geschult. Auf diesem Weg, dessen Abschreiten im g\u00fcnstigsten Fall f\u00fcnf Jahre dauert,\u00a0 war es schon immer nicht ganz einfach, Lehrpersonen zeitgerecht auf neu bedeutsam werdende Themen vorzubereiten. Durch die stetige Beschleunigung des Auftretens neuer Technologien ist dies ab einem bestimmten Zeitpunkt praktisch unm\u00f6glich geworden.<\/p>\n<p>Ein typisches Beispiel daf\u00fcr ist die Einf\u00fchrung des ersten Smartphones von Apple im Jahre 2007. In jenem Moment w\u00e4re es unm\u00f6glich gewesen vorherzusagen, dass bereits wenige Jahre sp\u00e4ter die ganze Welt ihr Telefon nutzen wird, um Fotos zu machen, und dass daher bei der Schulung von Detailhandelsangestellten, welche Smartphones verkaufen, die Beratung bez\u00fcglich der Wahl der Kamera vermutlich wichtiger ist, als die Beratung bez\u00fcglich der eigentlichen Telefonfunktionen.<\/p>\n<p>Wie aktuelle Studien zeigen, h\u00e4ngt zudem die Art, wie einzelne Betriebe Neuerung einsetzen, und damit welche Auswirkungen das auf die geforderten Kompetenzen hat, stark vom Betriebsmodell ab (Hirsch-Kreinsen &amp; ten Hompel 2015; Pfeiffer et al. 2016). Entsprechend ist eine mittelfristige Prognose bez\u00fcglich des Einsatzes digitaler Technologie in Betrieben f\u00fcr Produktion, Logistik etc. kaum m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Zu den Schwierigkeiten einer mittelfristigen Prognose gesellen sich weitere Schwierigkeiten, wenn man versucht, neue Themen proaktiv in die Schulen einzubringen \u2013 wie im Zusammenhang mit dem Versuch, Themen zum nachhaltigen Wirtschaften (\u201eCleantech\u201c) in der Berufsbildung zu verankern, gut dokumentiert wurde (Heinimann et al. 2012).<\/p>\n<p><a name=\"_Toc508793935\"><\/a>Dass Neuerungen ohne ausreichende Vorlaufzeit zum Thema werden, ist f\u00fcr den Lernort Betrieb nicht wirklich ein Problem. Wenn sich die Arbeitsprozesse \u00e4ndern, wenn neue Werkzeuge dazukommen, dann werden die Lernenden ohne Zeitverz\u00f6gerung entsprechend geschult, denn schliesslich sind die Betriebe daran interessiert, einsetzbare Mitarbeitende zu gewinnen. Dem Lernort Schule hingegen bleibt keine Zeit mehr, sich und v.a. die Lehrpersonen in der gewohnten Form darauf vorzubereiten. Der traditionelle Wissensvorsprung der Lehrperson gegen\u00fcber den Lernenden schmilzt bzw. kehrt sich sogar um, indem die Lernenden im Betrieb fr\u00fcher mit Neuerungen konfrontiert werden als die Lehrpersonen. Schon l\u00e4nger davon betroffen sind die Autoberufe. Lanciert bspw. ein Autohersteller ein neues Modell und kann ein Lernender mit anderen Mitarbeitenden im Betrieb an der herstellerseitigen Schulung zu den Spezifit\u00e4ten dieses Modells teilnehmen, erwirbt der Lernende Wissen und Kompetenzen, die sich seine Lehrperson nur in Ausnahmef\u00e4llen im gleichen Tempo aneignen kann. Weiter ist bekannt, dass die HF-Studierenden im Bereich der Rettungssanit\u00e4t die Dozierenden oft mit neuen Ger\u00e4ten aus ihren Betrieben konfrontieren, die f\u00fcr die Dozierenden unbekannt sind.<\/p>\n<p>Solange der schnelle technologische Wandel anh\u00e4lt, kann die Konsequenz daher nur sein, dass neue Themen nicht mehr \u00fcber den traditionellen Weg in die Schule gelangen, sondern \u2013 via die Lernenden \u2013 direkt \u00fcber die Betriebe. Beim Beispiel aus der Autobranche etwa spricht nichts dagegen, dass die Lehrperson dem entsprechenden Lernenden die Gelegenheit gibt, an die Klasse weiterzugeben, was er im Kurs beim Autohersteller erfahren hat. Wenn die Lehrperson dies didaktisch sinnvoll begleitet, kann das f\u00fcr alle Beteiligten eine gewinnbringende Lernerfahrung sein.<\/p>\n<h2>1.2 Eine neue Rolle f\u00fcr die Lehrperson<\/h2>\n<p>Der \u201eschmelzende\u201c Wissensvorsprung, respektive das umgekehrte Wissensgef\u00e4lle zwischen Lernenden und Lehrpersonen, erfordert eine Anpassung bei der Rolle der Lehrperson. Die Forderung, dass Lehrpersonen ihre traditionelle Rolle als Informationsquelle verlassen und bspw. zu Lerncoaches werden, ist allerdings nicht neu.<\/p>\n<p>Doch auch die Rolle eines Lerncoaches impliziert einen (fachlichen) Wissensvorsprung der Lehrpersonen. Verschwindet dieser fachliche Wissensvorsprung, werden Lehrpersonen selbst zu Lernenden und lernen mit ihnen gemeinsam. Ihr Vorsprung und ihre Berechtigung, in das Geschehen leitend einzugreifen, bestehen dann vor allem darin, dass sie als Lernende mehr Erfahrung haben. Somit k\u00f6nnen sie den Lernenden ein Modell bieten \u2013 und erhalten dadurch die neue Rolle des oder der \u201eModell-Lernenden\u201c.<\/p>\n<p>Diese neue Rolle als \u201eModell-Lernende\u201c stellt zwei zentrale Anforderungen an die Lehrpersonen: Erstens m\u00fcssen sie ihre Haltung gegen\u00fcber dem Geschehen im Unterricht \u00e4ndern und bereit sein, den Anspruch auf den fachlichen Wissensvorsprung aufzugeben. Und zweitens m\u00fcssen sie ihr eigenes Lernen und ihre Lernbiographie reflektieren.<\/p>\n<h2>1.3 Ein einfaches Beispiel zur Illustration<\/h2>\n<p>[<em> Das Beispiel stammt von einem Kursteilnehmer an einem Kurs zum Thema \u201eDidaktik des Fachrechnens\u201c an der PHZH<\/em>]<\/p>\n<p>Schreiner, die an einer Einbauk\u00fcche arbeiten, haben folgendes Problem: Ist die Ecke, in die die K\u00fcche eingepasst werden soll, perfekt rechtwinklig, lassen sich vorgefertigte Standardprodukte sauber einf\u00fcgen. Weicht der Winkel aber auch nur wenig von neunzig Grad ab, sind Anpassungen notwendig. Schreiner kommen deshalb ab und zu in die Lage, \u00fcberpr\u00fcfen zu m\u00fcssen, ob zwei Mauern rechtwinklig aufeinander treffen.<\/p>\n<p>Der traditionelle Wissensvorsprung der Lehrperson besteht darin, dass sie zu diesem Zweck den Satz des Phytagoras einsetzen kann. Bildet man in der entsprechenden Ecke am Boden ein Dreieck, von dem zwei Seiten mit den beiden aufeinandertreffenden Mauern zusammenfallen, kann man zwei Seiten messen und dann ableiten, wie lange die dritte sein m\u00fcsste, wenn es sich um ein rechtwinkliges Dreieck handelt. Das Dreieck ist tats\u00e4chlich rechtwinklig, wenn die gemessene L\u00e4nge der dritten Seite mit der errechneten \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n<p>Dieser Bedeutung dieses Wissensvorsprungs verfl\u00fcchtigt sich, wenn die Lernenden auf ihren Smartphones pl\u00f6tzlich eine App mitbringen, welche das Problem graphisch l\u00f6st. Auf dem Bildschirm ist ein typisches rechtwinkliges Dreieck zu sehen. Man legt das Smartphone so vor sich hin, dass der rechte Winkel in die zu untersuchende Ecke zeigt. Dann misst und markiert man an den beiden W\u00e4nden zwei beliebige L\u00e4ngen ausgehend von der Ecke und tr\u00e4gt die Werte auf dem Bildschirm des Smartphones an der entsprechenden Stelle ein. Die L\u00e4nge der dritten Seite wird automatisch angezeigt und kann \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>Beharrt die Lehrperson nicht darauf, dass sie die Person mit dem Wissensvorsprung ist und dass jetzt Phytagoras gelernt wird, weil der auf dem Lehrplan steht, sondern begibt sie sich die die neue Rolle des (Modell-)Lernenden, dann kann sie an in diesem Moment verschiedenes tun (Kaiser, in Vorbereitung):<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Verst\u00e4ndnissicherung:<\/strong> Die Lehrperson versucht die App selbst einzusetzen und l\u00e4sst sich dabei von der Lernenden, welche die App mitgebracht hat, so lange helfen, bis sie sicher ist zu verstehen, wie das Ganze funktioniert. Sie ermuntert die anderen Lernenden dasselbe zu tun.<\/li>\n<li><strong>Fachliche Analyse:<\/strong> Sie Lehrperson fragt sich laut denkend und im Austausch mit den anderen Lernenden, nach welchen Prinzipien die App funktioniert. Hier kommt der vermutlich vorhandene fachliche, theoretische Wissensvorsprung der Lehrperson (Pythagoras) zum Tragen. Unter Umst\u00e4nden wird aber auch eine (gemeinsam) Recherche im Internet oder an anderen Orten n\u00f6tig.<\/li>\n<li><strong>Erfahrungsbasierte Analyse:<\/strong> Die Lehrperson erinnert sich an F\u00e4lle aus ihrer beruflichen Praxis, bei der sie selbst einen rechten Winkel \u00fcberpr\u00fcft hat, und diskutiert mit den anderen Lernenden, ob die App in all diesen F\u00e4llen einsetzbar gewesen w\u00e4re. Sofern die anderen Lernenden auch \u00fcber entsprechende Erfahrungen verf\u00fcgen, k\u00f6nnen sie diese auch als Testf\u00e4lle einbringen.<\/li>\n<li><strong>Kl\u00e4rung von Anwendungsproblemen:<\/strong> Die Lehrperson und die Lernenden fragen sich, ob sie nun in der Lage w\u00e4ren, die App tats\u00e4chlich im beruflichen Alltag einzusetzen. Sie setzen sie dann versuchsweise ein und diskutieren ein paar Wochen sp\u00e4ter, die dabei gemachten Erfahrungen und die aufgetretenen Schwierigkeiten.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>1.4 Ein technologisch fortgeschrittenes Beispiel<\/h2>\n<p>Wer in einem naturwissenschaftlichen Labor arbeitet kennt die Situationen bestens: ungenaue Experimentieranleitungen, sparsame, unvollst\u00e4ndige resp. unleserliche Laborprotokolle, fehlende Materialien, usw. Die Digitalisierung er\u00f6ffnet hier neue M\u00f6glichkeiten, Arbeitsprozesse besser zu steuern, zu koordinieren und damit Laborstandards zu erh\u00f6hen. Lernende die eine Ausbildung zur Laborantin, zum Laboranten in Angriff nehmen, werden vielleicht an ihren Arbeitspl\u00e4tzen schon bald mit konkreten digitalen Instrumenten in Kontakt kommen, die bei dieser Aufgabe helfen k\u00f6nnen. Ein Szenario k\u00f6nnte in etwa so aussehen:<\/p>\n<p>Will eine Laborantin ein Experiment durchf\u00fchren, vergewissert sie sich zuerst mit ihrem Tablet, ob alle Materialien vorhanden sind. Leerbest\u00e4nde sollte es eigentlich keine mehr geben, die digitale Schnittstelle des Materiallagers macht die Mitarbeiterin automatisch aufmerksam, wenn Chemikalien nachbestellt werden m\u00fcssen und Labormaterialien fehlen.<\/p>\n<p>Nun kann sie starten: Sie speist die Versuchsanleitung in ihre Labor-Daten-Schutzbrille und l\u00e4sst sich die Anleitung von ihrem digitalen Assistenten vorlesen. Sie besorgt sich zuerst die einzelnen Materialien am richtigen Ort und quittiert durch Einlesen der QR-Codes den Gebrauch. Damit wird allen Labormitarbeitenden klar, wo sich welche Materialien zurzeit im Einsatz befinden. Das m\u00fchsame, detektivische Zusammensuchen entf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Die Datenbrille spielt nun Schritt f\u00fcr Schritt den Versuchsablauf ein. Die Laborantin kann den Ablauf jederzeit unterbrechen und bei Unklarheiten nachfragen ohne den Ort zu verlassen. Fragen k\u00f6nnen via Messangerdienst direkt auch an Arbeitskolleginnen, Arbeitskollegen weitergeleitet und in einem Videochat diskutiert werden. Der digitale Assistent macht aufmerksam, wenn falsche Chemikalien in falschen Mengen oder falsche Materialien eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Schnittstellen in Messger\u00e4ten aber auch die Kamera in der Datenbrille \u00fcbermitteln Messresultate kontinuierlich und automatisch an den digitalen Assistenten. Das M\u00fchsame von Hand protokollieren von Messwerten entf\u00e4llt. Dabei entsteht ein automatisiertes Laborprotokoll.<\/p>\n<p>Auch in diesem Fall k\u00f6nnte es geschehen, dass eine Lernende fr\u00fcher mit diesen M\u00f6glichkeiten konfrontiert wird, als die Lehrperson. Wenn dann die Lehrperson im Unterricht erl\u00e4utert, wie man sich traditionellerweise organisiert, damit man bei Experimenten nicht die \u00dcbersicht verliert, wird die Lernende sich vielleicht melden: \u201eAber daf\u00fcr haben wir doch die Datenbrille\u201c.<\/p>\n<p>Sinnvollerweise stellt die Lehrperson in diesem Moment ihre Erfahrungen aus der vordigitalen Zeit hinten an und gibt der Lernenden eine M\u00f6glichkeit zu schildern, wie sie die Arbeit mit Hilfe des neuen Instruments erlebt. Dies l\u00e4sst sich anreichern, indem die Lernende nach M\u00f6glichkeit digital entstandene Laborprotokolle mitbringt und diese mit vordigitalen Protokollen verglichen werden \u2013 wenn m\u00f6glich aus Betrieben Lernender, die noch keinen Zugriff auf die neue Technologie haben.<\/p>\n<p>Abgesehen von der Organisation dieses Austausches wird dabei die Hauptaufgabe der Lehrperson sein, auf dem Hintergrund ihrer Erfahrungen nachzufragen, wie denn die neue Technologie mit den Fragen umgeht, welche die Durchf\u00fchrung von Experimenten in der vordigitalen Welt aufwirft: Wie kann ein digitales Laborprotokoll Dokumentationssicherheit gew\u00e4hrleisten, so dass es von allen Mitarbeitenden gelesen und verstanden werden kann? Welche Standards gelten generell f\u00fcr Laborprotokolle, wie ver\u00e4ndern sich diese durch den Einsatz von digitalen Assistenten? Etc. Die Diskussion dieser Punkte wird geleichzeitig jenen Lernenden helfen, welche noch nicht auf die neue Technologie zugreifen k\u00f6nnen. Sie erm\u00f6glicht es ihnen die Funktion der \u201ealten\u201c Vorgehensregeln zu verstehen, so dass sie diese in ihren Betrieben situationsgerecht einsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>1.5 Anforderung an die Bildungspl\u00e4ne<\/h2>\n<p>Damit ein flexibles Eingehen der Lehrpersonen auf neue Entwicklungen m\u00f6glich ist, m\u00fcssen allerdings auch die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Bildungspl\u00e4ne, welche den Berufsfachschulen zu engmaschige Ziele setzen, k\u00f6nnen zum Problem werden, wenn sie Lehrpersonen zwingen, an Zielen zu arbeiten, die nicht mehr aktuell sind.<\/p>\n<h1>2 \u00a0\u00a0 Allgemeinbildender Unterricht in der beruflichen Grundbildung<\/h1>\n<p>\u00c4hnlich wie der berufskundliche Unterricht (BKU) kann der Allgemeinbildende Unterricht (ABU) Themen aufnehmen, welche die Lernenden in deren Alltag besch\u00e4ftigen, und diese mit ihnen zusammen verarbeitet.<\/p>\n<p>Allerdings unterscheidet sich die Situation im ABU in zwei entscheidenden Punkten von der Situation im BKU. Die Alltagswelt der Lernenden, aus der Themen f\u00fcr den ABU stammen k\u00f6nnen, ist weniger \u201eprofessionell\u201c organisiert als die Berufswelt, die Themen f\u00fcr den BKU liefert. Die Lehrpersonen im BKU k\u00f6nnen in einem gewissen Ausmass darauf vertrauen, dass die Betriebe aus eigenem Interesse die (f\u00fcr sie) relevanten Themen setzen, und zwar schneller und effizienter als es die mehrj\u00e4hrigen Prozesse der formalen Bildungsentwicklung mit Bildungsplan, Lehrplan und Lehrmittel tun. Die Verantwortlichen f\u00fcr den Lehrplan ABU hingegen k\u00f6nnen nicht mit derselben Sicherheit darauf bauen, dass die Lernenden relevante Themen aus dem privaten Alltag einbringen werden. Sie m\u00fcssen deshalb einerseits \u2013 als Erg\u00e4nzung zu den Themen der Lernenden \u2013Themen selbst setzen. Und andererseits k\u00f6nnen sie nicht damit rechnen, dass in allen F\u00e4llen schon g\u00fcltige Antworten zu diesen Themen vorliegen.<\/p>\n<h2><a name=\"_Toc508793936\"><\/a>2.1 Themen einbringen: Der Rahmenlehrplan<\/h2>\n<p>Um relevante Themen zu setzen gen\u00fcgt im Prinzip der vorhandene Rahmenlehrplan. Die dort vorgegebenen Bildungsziele bleiben auch im Zeitalter die Digitalisierung g\u00fcltig, da sie unabh\u00e4ngig von Technologien formuliert sind. Bspw. ist das Ziel \u201eDurch ihr Verst\u00e4ndnis der politischen Institutionen und Akteure sind die Lernenden in der Lage, ihre Rechte auszu\u00fcben und an politischen Ereignissen teilzunehmen. Dadurch bekunden sie ihr Interesse am Leben der Gemeinschaft.\u201c (SBFI 2016, S. 16) unabh\u00e4ngig davon, ob nur Flugbl\u00e4tter oder neu auch elektronische Medien zur politischen Mobilisierung zur Verf\u00fcgung stehen. Zudem ist der Rahmenlehrplan als echter Rahmenlehrplan offen genug gehalten, dass er etwa die Reaktion auf neue Medien durch die Lehrperson ohne formale Anpassung erm\u00f6glicht. Insbesondere die Leitgedanken und Ziele zum Aspekt \u201eTechnologie\u201c (SBFI 2016, S. 17) erscheinen vor dem Hintergrund der Digitalisierung als hochaktuell.<\/p>\n<p>Im ABU bleibt also der grunds\u00e4tzliche Auftrag der Lehrpersonen auch in Zeiten der Digitalisierung, den Rahmenlehrplan mit seinen beiden Lernbereichen umzusetzen. Und daf\u00fcr bedarf es nach wie vor fachdidaktisch begr\u00fcndeter Entscheidungen beim Unterrichten. Die Palette m\u00f6glicher Themen aus dem digitalisierten Alltag oder der digitalisierten Arbeitswelt, die dabei zur Sprache kommen k\u00f6nnen, ist breit.<\/p>\n<p>Hier eine nicht besonders vollst\u00e4ndige Liste mit Beispielen:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Digitale Werkzeuge<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Digitale Medien: Kritischer und reflektierter Medieneinsatz, Datensicherheit und Privacy, Selbstdarstellung und Kommunikation im Netz, neue \u201eTextsorten\u201c wie SMS, Messengerdienste, Cybermobbing, Cyberbullying und Cyberstalking, Netiquette<\/li>\n<li>Digitaler Werkzeuge (Apps): Online-Unterst\u00fctzung bei Rechtsfragen durch Beratung, Vorlagen f\u00fcr Mails und Briefe, Vertr\u00e4ge beim Kauf\/Mieten, unverst\u00e4ndliche AGBs vs. Absicherung durch die Meinung der Community, Kunst mit digitalen Werkzeugen<\/li>\n<li>Was muss man noch selbst lernen und was kann man in Zukunft digitalen Werkzeugen \u00fcberlassen (bspw. Kopfrechnen, Rechtschreibung, Fremdsprachen)?<\/li>\n<li>Identit\u00e4tsentwicklung als digital-elektronisch erweitertes Selbst<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>Algorithmen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Interpretation statistischer und anderer Daten<\/li>\n<li>Umgang mit Algorithmen (bspw. Programmen, welche Bewerbungen aussortieren;\u00a0 Instrumenten, die die Kommunikation, W\u00e4hlen\/Abstimmen und Kaufentscheidungen erleichtern sollen)<\/li>\n<li>Ausgeliefert sein gegen\u00fcber Algorithmen<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Autonome Algorithmen und Roboter<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>K\u00fcnstliche Intelligenz: Gefahr oder Hype? Berufslaufbahnen planen in Zeiten, in denen das digital verursachte Ende der Berufe vorausgesagt wird<\/li>\n<li>Gesellschaftliche Folgen und rechtliche Fragen im Zusammenhang mit autonomen Agenten: Beratung durch Roboter, Haftung von Robotern, Zusammenleben mit Robotern<\/li>\n<li>Kommunikation mit Robotern und Programmen<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>Simulationen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Individualisierte Budget-, Steuer- und Rentenberechnungen<\/li>\n<li>Augmented- und Virtual-Reality-Anwendungen vor Kaufentscheidungen oder anstelle von pers\u00f6nlicher Mobilit\u00e4t<\/li>\n<li>Was geh\u00f6rt zu meiner Realit\u00e4t und was ist mir daran wichtig?<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong>Produktions- und Gesch\u00e4ftsmodelle<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>E-Commerce<\/li>\n<li>Industrie 4.0<\/li>\n<li>Bitcoin statt CHF?<\/li>\n<li>Kostenlose digitale Produkte und womit die Konsumierenden sie bezahlen<\/li>\n<li>Leistungen von Unternehmen besteuern und von Volkswirtschaften messen, wenn immer mehr Produkte nichts mehr kosten<\/li>\n<li>Neue Modelle der Selbstorganisation und Selbstvermarktung (Influencer, digitales Nomadentum usw.)<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong>Beschleunigte Entwicklung<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Lebenslanges Lernen (s. Punkt 3 unten)<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong>Ausweitung der zu Verf\u00fcgung stehenden Datenmengen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Kontrolle \u00fcber die eigenen Daten<\/li>\n<li>Pers\u00f6nliche Daten als W\u00e4hrung<\/li>\n<li>M\u00f6glichkeiten und Grenzen von Big Data<\/li>\n<\/ul>\n<ol start=\"8\">\n<li><strong>Gesellschaftlicher Diskussions- und Regulationsbedarf<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Darstellung und Diskussion der Digitalisierung in den Medien etc.<\/li>\n<li>Ver\u00e4nderung der Gesellschaft durch die Digitalisierung<\/li>\n<li>(National)staatliche Kontrolle von im Internet ablaufenden Prozessen<\/li>\n<li>Datenschutz, Zensur<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da die Lehrpersonen in derselben Gesellschaft leben wie die Lernenden, betreffen die allermeisten Themen die Lehrpersonen genauso. D.h. sie k\u00f6nnen und m\u00fcssen die behandelten Themen auch auf sich selbst beziehen. Bspw. wird das Auftreten von Lehrpersonen in den elektronischen Medien und Foren genauso oder gar noch intensiver beobachtet als das ihrer Lernenden. Und auch beim Einsatz vieler elektronischer Werkzeuge stellen sich f\u00fcr die Lehrpersonen verschiedene Fragen genauso wie f\u00fcr die Lernenden \u2013 bspw. die Frage nach den Urheberechten von im Unterricht verwendeten Materialien aus dem Internet.<\/p>\n<h2>2.2 Fehlende Antworten: Gemeinsame Projekte<\/h2>\n<p>Bringen Lernende im BKU ein Thema aus dem Betrieb ein, kann die Lehrperson damit rechnen, dass diese auch gleich Antworten und L\u00f6sungen auf allf\u00e4llige Fragen mitbringen. Im ABU dagegen ist dies nicht immer der Fall \u2013 egal ob das Thema von den Lernenden eingebracht wurde oder von der Lehrperson gesetzt wird.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte bspw. die Frage zur Sprache kommen, wie die Lernenden (und gegebenenfalls auch die Lehrperson) damit umgehen k\u00f6nnen, dass in Zukunft ein Computerprogramm, ein Algorithmus ihre Stellenbewerbungen sortieren und eventuell auch gleich aussortieren wird, ohne dass je ein Mensch einen Blick darauf geworfen hat. Auf diese Frage wird aktuell weder die Lehrperson noch irgendeine\/einer der Lernenden eine erprobte L\u00f6sung daf\u00fcr vorstellen k\u00f6nnen. [<em>Unsere Leserinnen und Leser m\u00f6gen uns bitte verzeihen, wenn dies in dem Moment, wo sie diesen Text lesen, nicht mehr g\u00fcltig ist. Bitte setzen Sie dann einfach ein anderes Beispiel einer neuen, noch unerprobten Technologie ein<\/em>.]<\/p>\n<p>Das gemeinsame Lernen von Lehrperson und Lernenden nimmt dann den Charakter eines gemeinsamen Projektes an, an dessen Ende eine erste Antworten auf die aufgeworfene Frage stehen. Die Rolle der Lehrperson als Modell-Lernender verschiebt sich in diesem Moment etwas von der Rolle der Moderatorin des gemeinsamen Lernprozesses hin zur Rolle der Projektleiterin oder der Projektberaterin. Auch dabei sind weiterhin ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen gefragt, genauso wie bei den Lernenden, der anderen Projektteilnehmenden.<\/p>\n<h1>3 \u00a0\u00a0 BKU &amp; ABU: Aufbruch ins lebenslange Lernen<\/h1>\n<p>Die beschleunigte technologische Entwicklung hat nicht nur Auswirkungen auf den Unterricht, sondern auch auf den weiteren Lebenslauf der Lernenden. Was auch immer sie an Wissen erwerben \u2013 egal auf welcher Stufe der Berufsbildung \u2013 wird \u00fcber kurz oder lang durch die technologische (und gesellschaftliche) Entwicklung in Frage gestellt. Sie m\u00fcssen sich also im Sinne eines lebenslangen Lernens immer wieder auf neue Gegebenheiten einstellen.<\/p>\n<p>Sowohl BKU wie ABU sollten daher daran arbeiten, die Lernenden auf den Umgang mit k\u00fcnftigen m\u00f6glichen Ver\u00e4nderungen und neuen Anforderungen vorzubereiten. Dies k\u00f6nnte geschehen, indem sie Lernende mit Zukunftsvisionen konfrontieren, beispielsweise gemeinsam mit ihnen nach Anzeichen zuk\u00fcnftiger technologischer Entwicklungen suchen und diese diskutieren und interpretieren. Die ABU-Lehrperson und BKU-Lehrperson k\u00f6nnen dabei gegenseitig voneinander profitieren.<\/p>\n<p>Allerdings sind Zukunftsprognosen unsicher und die Lernenden lassen sich auf diesem Weg nur beschr\u00e4nkt auf kommende Entwicklungen vorbereiten. Entscheidender ist deshalb, dass sie auf den Prozess des immer wieder Neu-Lernens vorbereitet werden. Wird der Unterricht, wie oben vorgeschlagen, zu einem gemeinsamen Lernprozess, modellhaft durch die Lehrperson vorgelebt, ist dadurch automatisch bereits eine gute Grundlage gelegt.<\/p>\n<p>Zentral ist dabei die Reflexion der ablaufenden Lernprozesse (Kaiser, in Vorbereitung). Die Lernenden bauen dadurch sukzessive eine erweiterte Lernkompetenz auf.<\/p>\n<p>Die Berufsfachschule ist allerdings nicht der einzige Ort, wo Lernende lernen und dieses Lernen reflektieren k\u00f6nnten. Den gr\u00f6sseren Teil ihrer Zeit verbringen sie im Betrieb und lernen dort neben Fachlichem auch, wie man sich in eine bisher unbekannte Arbeitswelt und Arbeitsgemeinschaft einlebt. Dieser Prozess wird sich sp\u00e4ter wiederholen, im Kleinen beim Wechsel in einen anderen Betrieb, im Grossen beim Wechseln des Berufes. Im Betrieb besteht kaum die M\u00f6glichkeit, diesen Prozess explizit zu reflektieren und somit die sich so ergebende Kompetenz auf ein solides Fundament zu stellen. Die Schule dagegen w\u00e4re der geeignete Ort daf\u00fcr (Kaiser 2014). Allerdings m\u00fcsste dazu ein tragf\u00e4higes Modell des Lernens im Betrieb und ein entsprechende Didaktik erst noch entwickelt werden. Ans\u00e4tze dazu d\u00fcrften sich aus dem Konzept der Community of Practice von Lave &amp; Wenger ergeben (Lave &amp; Wenger 1991).<\/p>\n<h1>4 \u00a0\u00a0 H\u00f6here Berufsbildung<\/h1>\n<p>In der h\u00f6heren Berufsbildung d\u00fcrfte sich das bereist f\u00fcr den ABU besprochene Problem der fehlenden Antworten verst\u00e4rken. Es werden vermutlich immer h\u00e4ufiger Fragen zur Sprache kommen, auf die weder die Lehrpersonen\/Dozierenden noch die Lernenden\/Studierenden eine direkte Antwort haben. Erz\u00e4hlt heute bspw. in einem Ausbildungsgang Pflege HF eine Teilnehmende, dass bei ihnen im Heim neu ein Roboter herumsteht (und vielleicht auch geht), dann existieren momentan noch keine erprobten Rezepte f\u00fcr dessen Einsatz, welches die Dozierende oder eine der Studierenden einbringen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Antwort darauf ist dieselbe, wie die f\u00fcr den ABU vorgeschlagen: Der Unterricht wird zum gemeinsamen Projekt von Dozierenden und Studierenden. Dabei ist es nat\u00fcrlich sinnvoll, alle zug\u00e4nglichen Quellen wie Fachliteratur, Experten etc. zu nutzen. Auf dieser Stufe d\u00fcrften dabei die aufgeworfenen Fragen f\u00fcr beigezogene Experten aus Unternehmungen, Fachhochschulen oder Universit\u00e4ten so direkt von Interesse sein, dass auch gemeinsame Projekte mit solchen Institutionen denkbar werden.<\/p>\n<h1>5 \u00a0\u00a0 Erw\u00e4hnte Literatur<\/h1>\n<p>Heinimann, E., Lachenmeier, P., &amp; Stucki, R. (2012). Cleantech in den Bildungsg\u00e4ngen der beruflichen Grundbildung. Schlussbericht. Zollikofen: EHB<\/p>\n<p>Hirsch-Kreinsen, H., &amp; ten Hompel, M. (2015). Digitalisierung industrieller Arbeit: Entwicklungsperspektiven und Gestaltungsans\u00e4tze. In B. Vogel-Heuser, T. Bauernhansl &amp; M. ten Hompel (Eds.), <em>Handbuch Industrie 4.0, 2. Auflage<\/em>: Springer<\/p>\n<p>Kaiser, H. (2014). Metakognition \u2013 Wo Nachdenken \u00fcber das Denken besonders n\u00fctzlich ist. In A. Lauterbach, E. Brinker-Meyendriesch, A. Fesenfeld, Grieshop, Gruber, K\u00e4ser, I. Ludwig, Schlegel, R. Schwarz-Govaers &amp; H. Spurek (Eds.), <em>Evaluation, Metakognition und Assessment<\/em> (pp. 29-35).<\/p>\n<p>Kaiser, H. (in Vorbereitung). Situationsdidaktik. Bern: hep verlag.<\/p>\n<p>Lave, J., &amp; Wenger, E. (1991). <em>Situated Learning. Legitimate peripheral participation<\/em>. Cambridge: Cambridge University Press.<\/p>\n<p>Pfeiffer, S., Lee, H., Zirnig, C., &amp; Suphan, A. (2016). Industrie 4.0 \u2013 Qualifizierung 2025. Frankfurt a.M.: Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau<\/p>\n<p>SBFI (2006) Berufliche Grundbildung: Rahmenlehrplan f\u00fcr den allgemeinbildenden Unterricht.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>pdf \u00a0Hansruedi Kaiser, Martin Vonlanthen, Andr\u00e9 Zbinden; EHB Sowohl die Arbeitswelt wie auch das private Umfeld der Lernenden in der Berufsbildung werden durch eine zunehmende Digitalisierung gepr\u00e4gt und ver\u00e4ndert. Dies stellt alle Lehrpersonen in der Berufsbildung vor neue Herausforderungen. 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