{"id":3508,"date":"2016-06-03T07:18:01","date_gmt":"2016-06-03T06:18:01","guid":{"rendered":"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=3508"},"modified":"2016-06-03T08:25:05","modified_gmt":"2016-06-03T07:25:05","slug":"sanft-abbremsen-ein-beispiel-in-acht-schritten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/vom-kopf-auf-die-fuesse\/didaktisches-grundmodell\/acht-schritte\/beispiele\/sanft-abbremsen-ein-beispiel-in-acht-schritten\/","title":{"rendered":"Sanft abbremsen \u2013 ein Beispiel in Acht Schritten"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.hrkll.ch\/vom_Kopf_auf_die_Fuesse\/Hintergrund\/Acht%20Schritte\/Sanft_Abbremsen_in_8_Schritten.pdf\" target=\"_blank\">pdf<\/a> \u201eFachrechnen\u201c ist ein Ausbildungsmodul f\u00fcr angehende Fachkundelehrpersonen an Berufsfachschulen. Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend, so dass die Teilnehmenden gleich versuchen k\u00f6nnen und sollen, das Behandelte in ihrem Unterricht umzusetzen. Simone Reuteler und Walter Rothlin haben in diesem Rahmen einen Versuch mit den\u00a0 <a href=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=2414\"><em>Acht Schritten<\/em><\/a><em> gewagt<\/em>.<\/p>\n<p>Dieser Versuch wird hier eher knapp dargestellt, knapper als die meisten anderen\u00a0<a href=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/vom-kopf-auf-die-fuesse\/didaktisches-grundmodell\/acht-schritte\/beispiele\/\"><em>Beispiele<\/em><\/a>. Ich m\u00f6chte damit v.a. illustrieren, dass auch intellektuell anspruchsvollere Situationen Handlungssituationen sein k\u00f6nnen, wie sie im Fokus der Acht Schritte stehen. Entscheidend ist nur, dass es dabei tats\u00e4chlich darum geht, handelnd\/\u00fcberlegend\/berechnend die Anforderungen einer konkreten beruflichen Situation zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p><em>Die Folien im Text stammen aus der Pr\u00e4sentation des Umsetzungsversuches im Rahmen des Kurses. Der zusammenfassende und kommentierende Text von mir.<\/em><\/p>\n<h1>1\u00a0\u00a0 Warten, bis die Lernenden mit der Situation schon Erfahrungen gemacht haben<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3516\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Titel.jpg\" alt=\"Bremsen_Titel\" width=\"429\" height=\"244\" \/><\/p>\n<p>Im Zentrum steht die elektronische Steuerung eines Vorgangs, so dass eine kontinuierliche Ver\u00e4nderung von einem Zustand (bspw. volle Fahrt) zu einem anderen erfolgt (bspw. Stillstand).<\/p>\n<p>Die Lernenden befinden sich im 3. Lehrjahr der Ausbildung zum Automatiker\/zur Automatikerin EFZ. Das Programmieren einfacher Steuerungen geh\u00f6rt zu ihren Aufgaben. Und wie sich im Schritt zwei zeigt, erkennen sie die Grundsituation an verschiedenen Orten wieder.<\/p>\n<h1>2\u00a0\u00a0 Die Lernenden schildern ihre Erfahrungen<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3520\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Erfahrungen.jpg\" alt=\"Bremsen_Erfahrungen\" width=\"453\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Erfahrungen.jpg 453w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Erfahrungen-300x166.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px\" \/><\/p>\n<p>Die Lehrperson f\u00fchrt die Grundsituation \u00fcber ein konkretes Beispiel ein. Die Lernenden haben keine Schwierigkeiten, diese im Beispiel zu erkennen und analoge, \u00e4hnliche Situationen zu finden [unterer Teil der Folie].<\/p>\n<h1>3 \u00a0 Die Lernenden l\u00f6sen eine mittelschwere Aufgabe<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3522\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Aufgabe.jpg\" alt=\"Bremsen_Aufgabe\" width=\"452\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Aufgabe.jpg 452w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Aufgabe-300x167.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 452px) 100vw, 452px\" \/><\/p>\n<p>Im Unterricht wurde schon bisher LEGO Mindstorms\u00a9 f\u00fcr Programmieraufgaben eingesetzt. So auch hier: \u201eProgrammieren Sie einen Lego-Roboter, welcher bis 50cm vor Hindernis mit Vollgas f\u00e4hrt, dann linear abbremst und 30cm vor der Wand stillsteht.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3523\" style=\"border: 0pt none;\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Roboter.jpg\" alt=\"Bremsen_Roboter\" width=\"435\" height=\"323\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Roboter.jpg 435w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Roboter-300x223.jpg 300w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Roboter-404x300.jpg 404w\" sizes=\"auto, (max-width: 435px) 100vw, 435px\" \/><\/p>\n<h1>4\u00a0\u00a0 Gemeinsam die L\u00f6sungen der Lernenden kritisch besprechen<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3526\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Besprechen.jpg\" alt=\"Bremsen_Besprechen\" width=\"450\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Besprechen.jpg 450w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Besprechen-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<p>Alle Gruppen gelangen im Wesentlichen zur selben L\u00f6sung: Die Geschwindigkeit wird Schritt um Schritt jedes Mal reduziert, wenn das Auto wieder etwas n\u00e4her zur Wand gekommen ist [linke H\u00e4lfte der Folie]. Die Lehrperson bespricht diese L\u00f6sungen kritisch, indem sie den entsprechenden Zusammenhang zwischen Distanz und Leistung aufzeichnet [rechte H\u00e4lfte der Folie]. Typischerweise sind die Lernenden selbst nicht zufrieden mit diesen L\u00f6sungen, da daraus nicht ein kontinuierlicher sondern ein treppenf\u00f6rmiger Abfall der Geschwindigkeit erfolgt.<\/p>\n<p>In der Diskussion ergibt sich, dass eine Verfeinerung der Treppe durch den Einbau von mehr Stufen auch keine befriedigende L\u00f6sung ist, da dadurch das Programm immer komplexer wird.<\/p>\n<h1>5\u00a0\u00a0 Das Werkzeug an realistischem Beispiel modellhaft demonstrieren<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3527\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Erklaeren_1.jpg\" alt=\"Bremsen_Erklaeren_1\" width=\"448\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Erklaeren_1.jpg 448w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Erklaeren_1-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/p>\n<p><strong>Theorie:<\/strong> Die Lehrperson zeichnet \u00fcber die Treppe hinweg eine Gerade und skizziert so, wie mit Hilfe einer linearen Funktion eine kontinuierliche Abnahme\/Zunahme der Leistung des Motors (und damit der Geschwindigkeit) erreicht werden kann.<\/p>\n<p>Typischerweise haben die Lernenden keine M\u00fche, die lineare Funktion zu erkennen. Sie f\u00fchlen sich nur etwas unsicher im Umgang damit. \u00a0Um ihr Wissen aufzufrischen, repetiert die Lehrperson kurz anhand einer kleinen Simulation mit Excel, welche Wirkung die Ver\u00e4nderung der Parameter der Funktion hat und wie man sie w\u00e4hlen muss, damit die Gerade durch zwei vorgegebene Punkte l\u00e4uft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3528\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Erklaeren_2.jpg\" alt=\"Bremsen_Erklaeren_2\" width=\"449\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Erklaeren_2.jpg 449w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Erklaeren_2-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px\" \/><\/p>\n<p><strong>Praxis:<\/strong> Dann demonstriert die Lehrperson, wie die Idee, eine lineare Funktion zu nutzen, mit den Mitteln der LEGO Mindstorms\u00a9 Programmierumgebung umgesetzt werden kann.<\/p>\n<p>[Auf der Folie erkennt man unten, wie sich die Parameter der ben\u00f6tigten linearen Funktion errechnen lassen. Oben ist abgebildet, wie sich die programmtechnische Umsetzung darstellt: Zuerst (ganz links) wird mit einem Sensor die Distanz zur Wand gemessen. Der Output des Sensors wird zweimal bearbeitet \u2013 zuerst mit 5 multipliziert und dann wird davon 150 subtrahiert. Das Resultat wird dann zur Steuerung der Leistung des Motors verwendet.]<\/p>\n<p>Dabei werden auch zwei wichtige Extremsituationen besprochen:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Abstand gr\u00f6sser als 50 cm:<\/em> Die Funktion liefert hier einen Wert von mehr als 100%. Dies kann ignoriert werden und f\u00fchrt zu keinem Problem, da der mit \u201eLeistung\u201c angeschriebene Programmteil die Leistung automatisch auf 100% begrenzt.<\/li>\n<li><em>Abstand kleiner als 30 cm:<\/em> Sch\u00f6n w\u00e4re, wenn der Roboter in diesem Fall r\u00fcckw\u00e4rts von der Wand wegfahren w\u00fcrde. Beim Austesten kann man aber feststellen, dass das Gegenteil der Fall ist, da die Funktion zwar einen negativen Wert liefert, aber der mit \u201eLeistung\u201c angeschriebene Programmteil das negative Vorzeichen nicht interpretieren kann. Hier muss eine L\u00f6sung gefunden werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h1>6\u00a0\u00a0 Die Lernenden \u00fcben mit selbst erfundenen Beispielen<\/h1>\n<p>Die Lernenden \u00fcbertragen diese Grundidee ohne gr\u00f6ssere Schwierigkeiten auf weitere Beispiele, die sich z.T. deutlich vom Kontext \u201eein Auto abbremsen\u201c entfernen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3531\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_2.jpg\" alt=\"Bremsen_Beispiel_2\" width=\"450\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_2.jpg 450w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_2-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<p><strong> 1. R\u00fcckw\u00e4rtsfahren:<\/strong> Die Steuerung aus der Modell\u00f6sung wird um eine Komponente erg\u00e4nzt, welche bewirkt, dass das Fahrzeug r\u00fcckw\u00e4rtsf\u00e4hrt, wenn es zu nahe an die Wand geraten ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3532\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_3.jpg\" alt=\"Bremsen_Beispiel_3\" width=\"450\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_3.jpg 450w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_3-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<p><strong> 2. Geschwindigkeit einstellen:<\/strong> Mit einem Drehrad wird die Geschwindigkeit des Fahrzeuges ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3533\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_4.jpg\" alt=\"Bremsen_Beispiel_4\" width=\"449\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_4.jpg 449w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_4-300x168.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px\" \/><\/p>\n<p><strong> 3. Alarmton:<\/strong> An Stelle eines Motors wird hier ein Tongenerator angesteuert. Je k\u00fcrzer die gemessene Distanz, umso h\u00f6her der Ton.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3534\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_5.jpg\" alt=\"Bremsen_Beispiel_5\" width=\"454\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_5.jpg 454w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Beispiel_5-300x167.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 454px) 100vw, 454px\" \/><\/p>\n<p><strong> 4. Fahrzeug steuern:<\/strong> Mit einem Drehrad wird die Lenkung des Fahrzeugs geregelt.<\/p>\n<h1>7\u00a0\u00a0 Die Lernenden erarbeiten einen Spickzettel<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3536\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Spick.jpg\" alt=\"Bremsen_Spick\" width=\"452\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Spick.jpg 452w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Spick-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 452px) 100vw, 452px\" \/><\/p>\n<p>Die Lehrperson stellt den Lernenden einen vorbereiteten \u201eSpickzettel\u201c in Form eines Theorieblatts zur Verf\u00fcgung. Auf dem Theorieblatt ist graphisch und rechnerisch dargestellt, wie man die Parameter f\u00fcr eine lineare Funktion errechnet, welche durch zwei vorgegebene Punkte gehen soll.<\/p>\n<p><em>Kommentar: Der \u201eSpickzettel\u201c in dieser Form deckt nur einen Aspekt dessen ab, was man wissen\/k\u00f6nnen muss, um einen Vorgang so zu steuern, dass eine kontinuierliche Ver\u00e4nderung von einem Zustand in einen anderen erfolgt. Wie etwa die Diskussion der Extremsituationen im Schritt 5 zeigt, h\u00e4ngt eine gelungene Umsetzung der Grundidee von ganz konkreten Eigenschaften der Umgebung ab, in der man arbeitet. Ohne den zus\u00e4tzlichen Baustein, der die Drehrichtung des Motors umkehrt, sobald die Distanz kleiner als gew\u00fcnscht ist, w\u00fcrde das Fahrzeug beim Unterschreiten der kritischen Distanz mit zunehmender Geschwindigkeit auf die Wand zu fahren.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Grundidee der Acht Schritte \u2013 die Lernenden ihre Spickzettel selbst schreiben zu lassen \u2013 geht davon aus, dass eine Lehrperson gar nicht vorhersehen kann, was f\u00fcr die Lernenden alles relevant ist und die Lernenden sich deshalb selbst auf ihre Bed\u00fcrfnisse zugeschnittene Notizen machen m\u00fcssen. Wie die Erfahrung zeigt, m\u00fcssen diese im Schritt 7 in einer ersten Version formulierten Spickzettel dann im Laufe von Schritt 8 typischerweise \u00fcberarbeitet und angepasst werden, bis sie wirklich n\u00fctzlich sind.<\/em><\/p>\n<h1>8\u00a0\u00a0 Gemeinsam die Anwendung im Betrieb \u00a0\u00a0diskutieren<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3537\" src=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Bertrieb.jpg\" alt=\"Bremsen_Bertrieb\" width=\"448\" height=\"252\" srcset=\"https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Bertrieb.jpg 448w, https:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/wp-content\/uploads\/Bremsen_Bertrieb-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><\/p>\n<p>Als Ausblick auf eine Verwendung des Gelernten im betrieblichen Umfeld diskutiert die Lehrperson mit den Lernenden abschliessend die Konsequenzen, welche sich daraus ergeben, dass die Programmierumgebung im Betrieb typischerweise C++ und nicht LEGO Mindstorms\u00a9 ist.<\/p>\n<p><em>\u00c4hnlich wie oben in Schritt 7 antizipiert hier die Lehrperson eine- relevante- Anwendungsh\u00fcrde. Welche anderen Stolpersteine die Lernenden noch antreffen werden, w\u00fcrde sich dann erst zeigen, wenn sie das Gelernte im Betrieb tats\u00e4chlich einsetzen und die dabei gemachten Erfahrungen sp\u00e4ter wieder in der Schule diskutieren.<\/em><\/p>\n<h1>Zusammenfassung<\/h1>\n<p>Die Umsetzung h\u00e4lt sich bis und mit Schritt 6 eng an die Grundidee der Acht Schritte. Speziell ist dabei, dass die Menge der Situationen, welche von den Lernenden als \u00e4hnlich erkannt werden, auf die sie also das im Schritt 5 vorgeschlagene Vorgehen \u00fcbertragen k\u00f6nnen, recht breit ist. Offenbar reichen das Vorwissen und das intellektuelle Interesse der Lernenden dazu aus. Das Beispiel illustriert damit sch\u00f6n, dass es nicht die Lehrperson ist, welche entscheidet, was als \u201eeine\u201c Situation behandelt werden kann, sondern eben das Vorwissen der Lernenden (vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/hrkll.ch\/WordPress\/?page_id=2064\"><em>Wissensaufbau von den F\u00fcssen her<\/em><\/a>).<\/p>\n<p>Das Beispiel illustriert damit aber auch, dass die Grundidee der Acht Schritte auch in Situationen anwendbar ist, die intellektuell eher anforderungsreich sind. Entscheidend f\u00fcr die Anwendbarkeit ist, dass es sich um Handlungssituationen handelt, f\u00fcr die ein modellhaft vorzeigbares professionelles Vorgehen existiert.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung der Lehrperson war der Aufwand f\u00fcr die Durchf\u00fchrung dieser Lerneinheit (3 Lektionen) etwa derselbe wie im konventionellen Vormachen-Nachmachen-Paradigma, das Resultat aber deutlich nachhaltiger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>pdf \u201eFachrechnen\u201c ist ein Ausbildungsmodul f\u00fcr angehende Fachkundelehrpersonen an Berufsfachschulen. Die Ausbildung erfolgt berufsbegleitend, so dass die Teilnehmenden gleich versuchen k\u00f6nnen und sollen, das Behandelte in ihrem Unterricht umzusetzen. 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